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Ferrari

Alonso top, Massa flop

Massa & Alonso Rennen GP Belgien 2011 Foto: xpb 53 Bilder

Ferrari sah kurze Zeit wie ein möglicher Sieger aus. Doch dann durchkreuzten ein Safety-Car und die Rückkehr der altbekannten Reifenprobleme alle Hoffnungen für Rot. Teamchef Stefano Domenicali fordert ein Ende der Reifenmisere.

28.08.2011 Michael Schmidt

Fernando Alonsos Prophezeihung von einem möglichen Sieg schien sich schnell zu erfüllen. In Runde sieben tauchte der Achte des Trainings an der Spitze auf. Während Sebastian Vettel nach dem fünften Umlauf blasenübersähte Reifen an der Red Bull-Box ablieferte, hielt es Alonso drei Runden länger aus.

Auch bei Ferrari warfen die Vorderreifen auf der Innenseite Blasen, aber lange nicht so extrem wie bei Red Bull oder McLaren. Doch Ferrari konnte aus dem schonenden Umgang mit den Reifen kein Kapital schlagen, obwohl der reifenmordende Kurs von Spa genau dafür prädestiniert schien.

Safety-Car spielt Vettel in die Karten

Das Safety-Car kam für Alonso zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach 13 Runden hatte Vettel 4,3 Sekunden Vorsprung auf den Ferrari. Tendenz fallend. Der Crash von Lewis Hamilton gab dem späteren Sieger die Einladung, seinen dritten Satz Reifen in den Boxen abzuholen. Und die Chance, ihn hinter dem Safety-Car drei Runden lang vorsichtig anzufahren, was bei normalem Renntempo nicht möglich gewesen wäre.

Vettel widersprach: "Auch Alonso hat das SafetyCar Vorteile in die Hand gespielt. Er hat sechs Sekunden auf mich gutgemacht, und er konnte mit seinem zweiten Reifensatz länger fahren, weil auch er seine Reifen in der Phase schonen konnte."

Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali beharrte: "Die Neutralisation hat Vettel einen Extrastopp ohne Strafe geschenkt. Und Webber hat sie eine Siegchance gestohlen." Der Australier blieb wegen Funkproblemen zu Beginn der Safety-Car-Phase auf der Strecke und legte 41 der 44 Runden auf den harten Reifen zurück.

Alonso fährt mit harten Reifen hinterher

Nach dem Re-Start verlor Alonso in Runde 18 die Führung an Vettel. Dann stellte der WM-Spitzenreiter schnell den alten Abstand wieder her. Als die Spitzengruppe auf den Reifentyp "medium" wechselte, fuhr Alonso mit dem Rücken zur Wand. Erst zog Mark Webber vorbei, dann Jenson Button. "Wir haben immer noch Probleme, die Reifen konstant in dem Arbeitsfenster zu halten", ärgerte sich Domenicali. "Von allen Problemen, die wir lösen müssen, ist dies das dringenste."

Die Reifen geben den Ferrari-Experten immer noch Rätsel auf. Felipe Massa wurde auf den härteren Reifen besser. "Weil plötzlich die Balance wieder stimmte. Das Untersteuern war weg." Mit den weichen Sohlen klagte Massa über fehlenden Grip auf der Vorderachse. "Deshalb kam ich immer schlecht aus La Source raus und kam nie richtig in eine Überholposition. Alle anderen profitierten vom DRS-Vorteil, nur ich nicht. Ich kam ewig nicht an Rosberg vorbei."

Massa fehlt es an Zweikampfstärke

Ob die Erklärung des Brasilianers die Tifosi überzeugt, ist fraglich. Nach dem Rennen wurde erneut Kritik an der fehlenden Zweikampfstärke von Massa laut. Beim Vergleich mit Alonso schneidet Ferraris Nummer zwei grottenschlecht ab. "Fernando hat von der ersten bis zur letzten Runde attackiert", lobte Domenicali.

Möglicherweise ist der Spanier an den Balanceproblemen seines Stallrivalen nicht unschuldig. "Ich glaube, wir haben uns bei unserem Duell berührt", meint Massa. "Danach spürte ich die Vorderachse nicht mehr." Ein Reifenschaden links hinten hätte Massa fast noch aus den Punkterängen geworfen. In den letzten elf Runden kämpfte er sich noch von Platz elf auf Rang acht nach vorne.

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