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Ferrari

Erster Podestplatz schafft Erleichterung

Formula 1 Grand Prix, Turkey, Sunday Race Foto: xpb 54 Bilder

Fernando Alonso verschaffte Ferrari das erste Erfolgserlebnis des Jahres. Sein dritter Rang ist der erste Podestplatz für die Roten. Trotzdem spricht Alonso erst von einem ersten Schritt. Teamchef Stefano Domenicali fordert, dass man bis zum GP Kanada siegfähig sein müsse.

08.05.2011 Michael Schmidt

Man ist bescheiden geworden in Maranello. Für ein Team, das 215 Grand Prix gewonnen hat, sollte ein Podestplatz kein Grund zum Feiern sein. Nach dem GP Türkei haben sich die Mienen trotzdem entspannt. Fernando Alonso durfte mit den Red Bull-Piloten erstmals in dieser Saison auf das Podium klettern.

Reifen entscheidend

"In Malaysia hatte ich Platz zwei in Reichweite. Den habe ich vergeigt. Diesmal war wieder ein zweiter Platz möglich, und ich bekam einen dritten dafür. Es war nur ein erster Schritt. Wer gewinnen will, muss eben erst einmal aufs Podest."

Zwischen Runde 29 und 51 lag der Ferrari mit der Nummer 5 hinter Sebastian Vettels Red Bull. Dann entschied der fünfte Reifensatz das Duell um Platz zwei. "Webber hatte einen neuen Satz harter Reifen, ich einen alten. Ich konnte nichts dagegensetzen", bedauerte Alonso. Teamchef Stefano Domenicali konstatierte einen klaren Fortschritt: "Auf weichen Reifen waren wir so schnell wie Webber und nicht weit weg von Vettel. Mit den harten Reifen läuft es noch nicht so gut, aber immerhin besser als in Shanghai."

Rosberg hielt Alonso auf

Es fiel auf, dass Alonso immer am Ende seiner Turns auf Vettel dramatisch an Boden verlor. Der Ferrari ist zwar ein Reifen schonendes Auto, doch der Red Bull ist besser. "Wenn es eine Prozent Siegchance gab, dann haben Webber und ich sie in den ersten fünf Runden hinter Rosberg verloren. Danach hatte Vettel einen Vorsprung, den er nur noch verwalten musste."

Ferrari atmet auf, weil der Windkanal endlich wieder verlässliche Daten liefert. "Im Rennen waren wir schon stark. Das konnten wir diesmal endlich bestätigen", führt Domenicali aus. "Im Training haben wir Fortschritte gemacht, aber nicht genug. Wir starten immer noch von zu weit hinten und zahlen den Preis im Verkehr."

Ab dem GP Kanada will man um Siege kämpfen

Der große Schritt soll in Barcelona kommen. Dem F150 steht eine Totaloperation bevor: Seitenkästen, Auspuff, Getriebe, Hinterachse und Unterboden. Ist das schon der Schritt, um die Lücke zu Red Bull zu schließen? Vielleicht noch nicht ganz. "Bis Montreal müssen wir spätestens siegfähig sein", fordert der Teamchef.

Dazu müssten auch die Boxenstopps besser funktionieren. Felipe Massa verlor bei vier Stopps 12 Sekunden auf Sieger Vettel allein in der Boxengasse. Alonso fünf. "Mehr Boxenstopps bedeuten mehr Möglichkeiten, Fehler zu machen", nahm Domenicali seine Leute in Schutz. Auf die Frage, ob vier Reifenwechsel zu viel sind, antwortet der Ferrari-Capo: "Wir sind da vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen." Alonso sieht es pragmatischer: "Die Leute wollten eine bessere Show. Die haben sie bekommen."

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