Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo gegen Vierzylinder

Ferrari hofft auf Verschiebung

Luca di Montezemolo Foto: xpb 62 Bilder

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo macht weiter Front gegen die Einführung des Vierzylinder-Motors in der Formel 1 ab dem Jahr 2013. "Vier Zylinder, das ist nicht die Formel 1", kritisiert der Ferrari-Chef der neuen Ausgabe von auto motor und sport.

02.01.2011

Montezemolo akzeptiert den von Formel 1-Chef Jean Todt durchgesetzten Motor nur unter Protest.

"Wir werden wegen der Formel 1 keinen Vierzylinder für unsere Straßenautos bauen", poltert der Ferrari-Chef und fährt fort: "Vier Zylinder, das klingt für die Königsklasse ein bisschen mickrig. Hätten wir uns nicht auf einen V6-Turbo einigen können? Wir dürfen kostengünstig nicht mit billig verwechseln. Ich kann die Verbrauchsziele der FIA auch mit anderen Motorenkonzepten realisieren."

Ferrari sucht Verbündete

Ferrari will weiterhin gegen den kleinen Motor eintreten und Verbündete suchen. "Wenn es die geringste Möglichkeit gibt, den Vierzylinder noch zu kippen, werde ich sie wahrnehmen", so Montezemolo. Offenbar sieht Ferrari eine Chance, die Einführung wenigstens um eine Saison zu verzögern. "Wir sehen eine Chance dafür. Dazu brauchen wir Einigkeit."

Mercedes-Rennleiter Norbert Haug hat zwar prinzipiell nichts gegen vier Zylinder in Reihe, erwartet aber hohe Kosten und ist für eine Verschiebung offenbar zu gewinnen. "Es wäre besser gewesen, die V8-Phase etwas zu verlängern", sagte Haug gegenüber auto motor und sport. "Das ist ein preiswerter Motor."
 
Dagegen glaubt Cosworth-Manager Mark Gallagher, dass man bis 2013 für weniger als 30 Millionen Euro einen Motor auf der von der FIA definierten Basis entwickeln könne. Auch wenn kurzfristig 200 der 400 Mitarbeiter für eine Neukonstruktion eingesetzt werden müssten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Empfehlungen aus dem Netzwerk