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Ferrari-Chef Montezemolo

Red Bull benimmt sich nicht weltmeisterlich

Luca di Montezemolo Foto: Ferrari 62 Bilder

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo gab sich bei der traditionellen Saisoneröffnung in Madonna di Campiglio angriffslustig. Im Visier hatte der Italiener Red Bull. Der Ferrari-Capo wirft dem Vettel-Team vor, ein schlechter Gewinner zu sein.

14.01.2011 Tobias Grüner

Im glitzernden Schnee von Madonna die Campiglio ist die Welt noch in Ordnung. Hier oben, weit weg vom grauen Formel 1-Alltag, feiert Ferrari einmal im Jahr sich selbst und den Beginn einer neuen Meisterschaft. Doch immer noch überdeckt der Schatten des verpatzten WM-Titels die gute Laune im Stall mit dem springenden Pferd.

Ferrari-Chef Luca di Montezemolo hat die Niederlage in Abu Dhabi noch nicht ganz überwunden. "Ich wache in der Nacht auf und denke an das Rennen", gibt 63-Jährige auch noch zwei Monate nach dem dramatischen Saisonfinale zu. Dass mit Sebastian Vettel der beste Fahrer den Titel gewonnen hat, scheint Montezemolo nicht zu glauben. "Ich möchte nicht sagen, wer der beste Fahrer ist. Aber ich weiß, wer es ist", grinste der Präsident wenig geheimnisvoll.

Red Bull ein schlechter Gewinner?

Auch Vettels Team Red Bull bekam eine volle Breitseite verpasst. "Ich sehe Menschen, die WM-Titel gewonnen haben, die aber nicht wissen, wie man sich als Weltmeister verhält", ächzte Montezemolo. Zuletzt hatte Red Bull-Konsulent Helmut Marko der Scuderia vorgeworfen, den Red Bull-Teamgeist stehlen zu wollen, nachdem die Italiener den Strategen Neil Martin abgeworben hatten.

"Wenn sie zehn Prozent davon erreicht haben, was wir gewonnen haben, dann antworten wir", konterte der Ferrari-Chef. Die Verpflichtung sei eine Notwendigkeit, erklärte Montezemolo. "Wir brauchen bestimmte Leute. Es macht mich glücklich, wenn wir Leute von außerhalb holen. Das bringt frische Luft und eine neue Kultur."

Montezemolo gegen Budget-Begrenzung

Auch das Gerücht, dass Red Bull 2010 die Budgetgrenzen überschritten haben könnte, kommentierte der Ferrari-Chef. Ex-FIA-Präsident Max Mosley hatte vor wenigen Tagen gegenüber auto motor und sport einen entsprechenden Verdacht geäußert. Außerdem forderte Mosley noch einmal ein festes Budgetlimit. "Ich weiß nicht, ob das stimmt (dass Red Bull zu viel ausgegeben hat)", erklärte Montezeolo. "Ich bin auch dafür, die Kosten in den Griff zu bekommen. Aber nicht durch einen Budgetdeckel, der unmöglich zu überwachen ist."

Die neue Runde im Duell Ferrari gegen Red Bull ist damit schon zwei Monate vor dem Formel 1-Saisonbeginn in Bahrain eröffnet. "Eine Formel 1 in der es immer noch Streit gibt, sehe ich mit Freude", scherzte Montezemolo abschließend.

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