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Ferrari

Das Alonso-Wunder von Melbourne

Alonso Grosjean GP Australien 2012 Foto: Grüner 60 Bilder

Mit Platz fünf von Fernando Alonso konnte Ferrari in Melbourne unerwartet Schadensbegrenzung betreiben. Doch die mangelhafte Leistung von Felipe Massa zeigt, dass die Italiener noch längst nicht über den Berg sind.

18.03.2012 Tobias Grüner

Mit den Startplätzen zwölf und 16 hatte sich Ferrari im Qualifying ein tiefes Loch gegraben. Doch Fernando Alonso konnte sich schnell nach vorne arbeiten. In Runde zwei lag der Spanier schon auf Rang sieben. Die Ausfälle von Romain Grosjean und Michael Schumacher brachten ihn sogar noch auf Platz fünf nach vorne.

Ferrari zeigt sich im Rennen verbessert

Mehr imposant als das Ergebnis waren die Rundenzeiten des Ferrari. In der Qualifikation noch im Nirgendwo präsentierte sich Ferrari im Rennen als dritte Kraft hinter den McLaren und den Red Bull. Auch der Reifenverschleiß hielt sich in Grenzen. Sowohl auf der weichen als auch auf der härteren Mischung hielt Alonso die Verfolger in Schach.
 
Doch warum war der Ferrari in der Qualifikation noch so deutlich schwächer als im Rennen? "Es war das gleiche Auto wie in der Qualifikation", versicherte Alonso. "Wir hatten uns gut auf das Rennen vorbereitet. Ferrari ist ein starkes Team. Das ist wie im Fußball: Wenn Manchester United oder Chelsea mal einen schlechten Tag erwischen, gewinnen sie trotzdem noch 1:0."

Teamchef Stefano Domenicali gab zu, dass man sich beim Setup mehr auf das Rennen als auf die Qualifikation konzentriert hatte. "Die Leistung im Qualifying war außerdem auch nicht der richtige Speed der in unserem Auto steckt."

Massa kämpft mit Reifenproblemen

Das Ferrari-Wunder konnte man am Sonntag allerdings nur bei einem Auto sehen. Felipe Massa kam nicht an die Leistung seines Teamkollegen heran. "Meine Reifen haben sich nach fünf Runden aufgelöst", klagte der Brasilianer. "Alle um mich herum haben keine Probleme gehabt. Ich hatte keine Chance."

Teamchef Domenicali nimmt seinen Piloten in Schutz: "Felipe hatte gestern keine gute Balance im Auto. Das hat auch sein Rennen negativ beeinflusst. Wir müssen jetzt herausfinden woran es lag. Es muss sichergestellt sein, dass nichts Seltsames im Auto vor sich geht. Wir müssen Felipe helfen, dass er sich auf das Fahren konzentrieren kann."
 
Trotz des Hoffnungsschimmers im Rennen scheint Ferrari aktuell chancenlos gegen Red Bull und McLaren. Ferrari will die Trendwende durch harte Arbeit schaffen. Ein neues Chassis müsse man nicht bauen, um die Saison noch zu retten, so Domenicali. "Speed und Traktion sind die beiden grundlegenden Probleme des Autos. Die müssen wir so schnell wie möglich lösen."

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