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Ferrari-Debakel in Barcelona

Alonso entgeht knapp der Höchststrafe

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Spanien 2014 Foto: Ferrari 59 Bilder

Das war ein Stich ins Herz der Tifosi: Ferrari kassierte beim Großen Preis von Spanien eine schallende Ohrfeige. Kimi Räikkönen wurde von beiden Mercedes-Piloten überrundet, Teamkollege Fernando Alonso rettet sich vor seinem Heimpublikum knapp vor der Demütigung.

11.05.2014 Andreas Haupt

Ferrari erlebte in Spanien sein Waterloo. 2013 triumphierte Fernando Alonso noch auf dem Circuit de Catalunya. Ein Jahr später war alles anders. Die Italiener landeten im Endresultat nur auf den Rängen sechs und sieben. Doch nicht einmal die Platzierungen waren die schlimmste Nachricht für Ferrari, sondern der Abstand auf das Siegerteam von Mercedes.

Kimi Räikkönen musste kurz vor Schluss zur Seite fahren, um dem Silberpfeil-Duell nicht im Weg zu stehen. Fernando Alonso blieb die Demütigung durch Lewis Hamilton und Nico Rosberg nur knapp erspart. Einen Umlauf mehr, und der stolze Spanier hätte den Grand Prix ebenfalls nicht in der selben Runde beendet wie der Sieger. "Wir waren einfach nicht schnell genug", sagte Alonso. "Es war ein schwieriges Rennen und Wochenende insgesamt. Wir haben mit dem Grip und der Balance gekämpft."

Alonso stoppt einmal mehr als Räikkönen

Nach dem ernüchternden Ergebnis sparte Alonso nicht mit Kritik. "Es ist schon die ganze Saison so, dass wir zu langsam sind. Vor zwei Rennen in Bahrain waren wir Neunter und Zehnter, außerdem haben wir es noch nie in die erste Startreihe geschafft", maulte er.

Der Spanier, der in der Qualifikation zum zweiten Mal in dieser Saison von Räikkönen geschlagen wurde, absolvierte im Rennen einen Stopp mehr als sein Teamkollege. Ursprünglich hatte Ferrari seine Piloten auf eine Zweistopp-Strategie gesetzt, doch aufgrund eines laut Alonso erhöhten Reifenverschleißes legte er nach Rücksprache mit seinem Team einen Zwischenhalt mehr.

Alonso kurz vor Schluss an Räikkönen vorbei

Über den Großteil des Rennens musste sich der Spanier hinter Räikkönen anstellen. "Natürlich wurde ich im Verkehr aufgehalten. Als ich freie Fahrt hatte, war ich rund eine Sekunde schneller." Zweimal versuchte der Doppelweltmeister, durch frühere Reifenwechsel am Finnen vorbeizukommen. Doch zweimal machten ihm sein Unterfangen andere Piloten auf älteren Pneus zunichte.

Erst wenige Umläufe vor dem Ziel konnte Alonso seinen Stallgefährten knacken. "Gegen Ende musste ich Sprit sparen und noch ein bisschen nach den Reifen schauen. Vier Runden vor Schluss habe ich dann Kimi angegriffen." Für Sebastian Vettel reichte es aber nicht. "Beim letzten Stopp wollten wir Sebastian covern, doch es hat nicht sollen sein, und er ist an uns vorbeigezogen", berichtete Alonso.

Räikkönen wirkte nach dem Rennen leicht angesäuert. Eigentlich hätte er wegen der besseren Platzierung den Vorrang bei den Boxenstopps haben müssen. In der Presserunde erklärte er kurz angebunden. "Es lag nicht viel zwischen den beiden Strategien. Mir ging am Ende der Grip auf den Reifen aus. Aber es macht keinen Unterschied. Es ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis für Ferrari."

WM-Rang drei für Alonso

Wann die Scuderia wieder konkurrenzfähig sein wird, kann Alonso nicht sagen. "Es wird dauern. Mercedes fährt in einer anderen Kategorie. Vielleicht sind sie für den Rest der Saison außer Reichweite. Die Performance-Lücke ist sehr groß und auch in Sachen WM-Punkten hängen wir weit zurück. Wir müssen uns auf unsere Arbeit konzentrieren und jeden Bereich des Autos verbessern."

An Siege denkt Alonso momentan nicht. "Der erste Schritt muss sein, näher an Mercedes heranzurücken, damit wir ihnen das Leben schwerer machen können. Wenn sie eine Minute vor uns sind, müssen sie mit ihrem Auto nicht ans Limit gehen und können in Ruhe nach ihren Reifen und dem Auto schauen." Einen positiven Aspekt konnte der Ferrari-Pilot seinem Heimrennen aber noch abgewinnen. "Wir sind immerhin Dritter in der Meisterschaft."

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