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Ferrari besser als Trainingsergebnis

Ferrari deutlich verbessert

Ferrari - Formel 1 - GP Ungarn - 23. Juli 2016 Foto: sutton-images.com 93 Bilder

Es ist das alte Lied bei Ferrari. Wenn das Auto schnell ist, kommen unglückliche Umstände dazwischen. Bei Kimi Räikkönen passte das Timing nicht. Der Finne landete auf Platz 14. Sebastian Vettels schnellste Runde blieb im Verkehr stecken. Sonst hätte er das Red Bull-Duo sprengen können.

23.07.2016 Michael Schmidt

Das Trainingsresultat ist eine weitere Ohrfeige für Ferrari. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen starten von den Plätzen 5 und 14. Doch im Gegensatz zu Silverstone wurden die Ferrari auf dem Hungaroring unter Wert geschlagen. Beide Fahrer betonten, dass sie in einem deutlich verbesserten Auto saßen und von widrigen Umständen abgehalten wurden, sich weiter vorne in der Startaufstellung zu platzieren.

Button und Ricciardo im Weg

Kimi Räikkönen stolperte über ein unglückliches Timing. Kurz vor Ende des Q2 lag der Finne mit seiner Zeit von 1.25,435 Minuten noch an erster Stelle. Eineinhalb Minuten später war Räikkönen damit ausgeschieden. Auf der abtrocknenden Piste wurden die Rundenzeiten mit jeder Sekunde schneller. 13 Fahrer gingen noch am Ferrari mit der Startnummer 7 vorbei. Für Räikkönen war die Zeit abgelaufen, noch eine weitere Runde dranzuhängen. „Unser Fehler“, gab sich das Team die Schuld. „Ich wäre locker weitergekommen. Mein Auto fühlte sich richtig gut an“, meinte Räikkönen.

Sebastian Vettel gehörte zu der Gruppe der Alonso-Opfer. Trotz gelber Flaggen in den Kurven 8 und 9 hätte es noch zu einer Zeitverbesserung gereicht. Dann lief der Ferrari-Pilot in den Kurven 12 und 13 auf Jenson Button und Daniel Ricciardo auf. Beide waren frustriert, dass ihnen Alonso die Chance auf eine Verbesserung der Rundenzeit genommen hatte. Ein Mal zu spät in den Rückspiegel geschaut, und schon steckte der heranfliegende Ferrari mitten im Verkehr. Vettel brach die Runde ab und ärgerte sich: „Sie hätten besser aufpassen können.“

Ferrari hat Abstimmung über Nacht geändert

Der fünfte Startplatz entsprach nicht dem, was möglich gewesen wäre. „Ich lag schon eine halbe Sekunde unter meiner Bestzeit, als ich die gelben Flaggen sah. Wir sind nicht ganz so schnell wie die Mercedes, aber für die Red Bull hätte es reichen können.“

Ferrari hatte nach dem enttäuschenden Freitagstraining noch einmal die Abstimmung des Autos umgebaut und damit ins Schwarze getroffen. Das zeigte auch der Longrun, den Vettel zur Absicherung im dritten Training auf die Bahn legte. Der Ex-Champion kam im Schnitt über 7 Runden auf eine Zeit von 1.25,944 Minuten. Das lag im Bereich von Ricciardos Dauerlauf und nicht aussichtslos hinter den Mercedes.

Vettel rechnet sich für das Rennen durchaus Chancen aus. Besonders wenn es heiß wird. Der Ferrari ist ein reifenschonendes Auto. Das kann bei einem Hitzerennen eine Trumpfkarte werden. „Ich sehe Möglichkeiten über eine schlaue Strategie nach vorne zu kommen.“ Vettel zeigte sich mit der Analyse dies Silverstone-Debakels zufrieden: „Wir wissen jetzt, wo unsere Schwächen liegen und wo wir ansetzen müssen.“

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