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Ferrari-Personal 2013

Bleibt Massa oder kommt Hülkenberg?

Nico Hülkenberg GP Belgien 2012 Foto: xpb 59 Bilder

Man wird ja noch einmal träumen dürfen. Oder spekulieren. Im Fahrerlager wird Nico Hülkenberg bereits mit Ferrari verheiratet. Als neuer Teamkollege von Fernando Alonso für 2013. Felipe Massa sieht das anders. Er will um seinen Sitz kämpfen.

31.08.2012 Michael Schmidt

In der Sommerpause war es auffallend ruhig im ehemaligen Komödiantenstadel Maranello. Früher wäre die Personalie, wer 2013 neben Fernando Alonso im roten Auto sitzt, leidenschaftlicher diskutiert worden. Gerade in der rennlosen Zeit. Doch in den fünf Wochen zwischen Budapest und Spa blieb es auffällig ruhig. Nur in einigen Fanforen wurden mögliche Ersatzleute für Felipe Massa gehandelt.

Kaum war der Formel 1-Tross im Fahrerlager von Spa angekommen, nahm das Thema wieder Fahrt auf. Felipe Massa ist immer noch da. Und er will um seinen Sitz kämpfen. Auf die Frage, ob die nächsten Rennen die wichtigsten seines Lebens werden, antwortete der Brasilianer trotzig: "Ich hatte schon viele wichtige Rennen in meiner Karriere."

Massa sieht Steigerungspotenzial

Und warum sollte Ferrari ihm weiter die Treue schwören, wo er doch in allen Disziplinen deutlich hinter Fernando Alonso liegt? Im Trainingsduell steht es aus Sicht von Massa 0:11. Nach Punkten 25:164. Seit dem GP Korea 2010 wartet der Vize-Weltmeister von 2008 auf einen Podiumsplatz. Darf man sich das als Ferrari-Fahrer leisten? Massa sieht einen guten Grund, warum ihn Ferrari halten soll: "Weil ich immer noch ein guter Fahrer bin. Besser als es die Resultate zeigen."

Doch wer soll den 31-jährigen aus Sao Paulo ersetzen? Wunschpilot Mark Webber verlängerte bei Red Bull. Jenson Button ist bei McLaren Vertrag. Eine Nummer 1B mit Erfahrung gibt es nicht mehr auf dem Markt. Also müsste sich Ferrari einen jungen Fahrer angeln.

Die jüngere Geschichte zeigt, dass Ferrari in der Beziehung nie besonders risikofreudig war. Der einzige junge Fahrer, der in den letzten 20 Jahren verpflichtet wurde, war eben jener Felipe Massa. Aber auch nur, nachdem man ihn bei Sauber ins Ausbildungslager gesteckt hatte und dann ein Jahr bis zum Gehtnichtmehr in Fiorano und Mugello testen ließ. Das ist heute nicht mehr möglich.

Ferrari sagt Perez ab

Der Markt an Talenten, aus denen Mal ein Grand Prix-Sieger werden könnte, ist begrenzt. Sergio Perez wäre so einer, doch dem hat Ferrari abgesagt. Der Mexikaner gibt sich zu diesem Thema einsilbig. Ferrari habe sich nicht gemeldet, heißt es. Stattdessen lobt er Sauber: "Es gibt wenig Gründe, dieses Team zu verlassen."

Bleiben noch die Force India-Piloten Nico Hülkenberg und Paul di Resta. In der Gerüchteküche ist Hülkenberg klarer Favorit auf das zweite Ferrari-Cockpit. Manche behaupten, er habe bereits eine Art Absichtserklärung unterschrieben. Für den Fall, dass sich Massa in den nächsten Rennen nicht steigert.

Hülkenberg dementiert halbherzig

Hülkenbergs Körpersprache lässt vermuten, dass sich für ihn in der Sommerpause etwas zum Positiven gewendet hat. Nein, er war nicht in Maranello im Urlaub, sondern auf Mallorca. Klingt zwar ähnlich, ist aber ein Unterschied. Allerdings ist Mallorca auch nicht soweit aus der Welt, um nicht mal schnell nach Maranello zu jetten.

Wenn Hülkenberg zu Ferrari gefragt wird, weicht er aus: "Wer sagt denn, dass Massa gehen wird?" Sorry, das klingt nicht überzeugend. Also neuer Versuch. Was ist dran, dass sie schon mit einem Fuß Ferrari-Fahrer sind? "Es gibt doch viele andere Piloten, die in Frage kommen. Wieso gerade ich?" Hört sich auch nicht wie ein Dementi an. Wir sagen: Da ist irgendetwas im Busch.

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