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Ferrari-Fans auf Tour

Vettel wieder ausgebuht

Sebastian Vettel GP Singapur 2013 Foto: xpb 58 Bilder

Nach dem unfreundlichen Podiumsempfang beim Auswärtssieg in Monza wurde Sebastian Vettel auch in Singapur bei der Pokalübergabe ausgebuht. Der Red Bull-Pilot nahm die Reaktionen anschließend äußerlich gelassen. Doch sein Teamchef fordert ein Ende der Buhrufe.

22.09.2013 Tobias Grüner

Es wird langsam zur Gewohnheit für Sebastian Vettel. In Singapur wurde der deutsche Dauersieger wieder einmal auf dem Podium ausgebuht. Zuletzt in Italien war der unfreundliche Empfang der Tifosi noch nachvollziehbar.

Viele Ferrari-Fans in Singapur

Doch in Singapur fand sich ein internationales Publikum zum Grand Prix-Rennen ein. Auch die Versuche von Interviewer Martin Brundle die Buhrufe zu stoppen, halfen nicht viel. Stattdessen wurde einfach Fernando Alonso angefeuert, während Vettel an der Reihe war, Fragen zu beantworten.

"Das ist natürlich nicht toll, wenn man so empfangen wird", zuckte Vettel anschließend mit den Schultern. "Aber man muss nur mal auf die Tribünen schauen. Da sind viele Fans in Rot gekleidet. Das ist auch ganz normal, bei der ganzen Historie von Ferrari. Sie sind der erfolgreichste Rennstall der Formel 1. Die Fans sind offenbar viel auf Tour. Und sie sind sehr emotional, wenn sie nicht gewinnen."

Bestätigung für gute Leistung

Vettel versucht sich von den Fanreaktionen nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Wie in Monza nahm er die Buhrufe locker. "Wir versuchen es einfach so zu sehen: Solange sie buhen, machen wir einen guten Job." Wenn es danach geht, könnte der Gegenwind für den Weltmeister demnächst noch weiter zunehmen. Red Bull scheint momentan einen Schritt voraus und ist auch für die nächsten Rennen der Favorit.

Der Heppenheimer lässt sich äußerlich nichts anmerken. So etwas komme auch in anderen Sportarten vor, so Vettel. "Es ist doch ganz normal, dass man immer einen unterstützt und die anderen die Gegner sind. In der Auslaufrunde habe ich auch viele deutsche Flaggen gesehen. Leider konnte ich den Fans heute nicht das aufregendste Rennen bieten."

Horner fordert Ende der Buhrufe

Während der Pilot die Sache äußerlich locker sah, forderte sein Teamchef ein Ende der negativen Reaktionen. "Das ist einfach unsportlich. So einen Empfang hat er nicht verdient. Er hat ein hervorragendes Rennen gezeigt. Er ist sich das Herz aus dem Leib gefahren. Dann ist es einfach nicht richtig. Das ist unfair", schimpfte Christian Horner.

Der Brite glaubt auch nicht, dass es spurlos an seinem Schützling vorbeigeht. "Sebastian sagt immer, dass es ihm nichts ausmacht. Er hat breite Schultern, aber er ist auch nur ein Mensch. Er hat auch Gefühle. Das ist einfach keine schöne Erfahrung, wenn man so einen Empfang bekommt. Das ist eine Schande."

Horner glaubt nicht, dass die Feindseligkeit noch auf die Missachtung der Stallregie in Malaysia zurückzuführen ist. "Das ist abgeschlossen. Sebastian ist so ein guter Junge mit einem großen Herz. Natürlich ist er ehrgeizig und er liebt es zu gewinnen."

"Ich glaube aber nicht, dass es an ihm persönlich liegt. Als Fernando Alonso bei Renault dauernd gewonnen hat, waren die Reaktionen auch nicht freundlich. Als er bei McLaren gegen Hamilton gefahren ist, wurde er auch ausgebuht. Und jetzt ist er plötzlich der beliebteste Pilot im Fahrerlager. Die Leute lieben einfach den Underdog. Und sie wollen wissen, wer den Dauersieger als erstes schlägt. Das ist normal."

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