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Ferrari fehlen acht Zehntel

War kühles Wetter schuld?

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Monaco - Formel 1 - 23. Mai 2015 Foto: xpb 21 Bilder

Ferrari feuerte mit Sebastian Vettels Bestzeit im dritten Training einen Warnschuss auf Mercedes ab. Doch in der Qualifikation schlug Mercedes zurück. Mit einem Vorsprung von acht Zehnteln auf Vettel. Ferrari schob den Einbruch auf die kühleren Temperaturen.

23.05.2015 Michael Schmidt

Nach dem dritten Training hofften alle auf die Sensation. Sebastian Vettel hatte mit 1.16,143 Minuten die Bestzeit markiert und lag damit 0,218 Sekunden vor dem Mercedes-Duo. Drei Stunden später stellte Mercedes wieder klare Verhältnisse her. Die Pole Position von Lewis Hamilton  lag um 0,751 Sekunden unter Vettels schnellster Runde. Man fühlte sich an die schwere Klatsche von Barcelona erinnert.

Vettel glaubt eher, dass die Wahrheit zwischen dem Ergebnis des dritten Trainings und der Qualifikation liegt. "Für uns war es im Abschlusstraining zu kühl. Deshalb konnten wir nicht das Maximum aus den Reifen herausholen. Bei höheren Temperaturen wären wir näher dran gewesen." Tatsächlich kühlte der Asphalt am Nachmittag um acht Grad gegenüber dem Vormittag aus.

Strecke in der Qualifikation um 0,45 Sekunden schneller

Bei Mercedes ist man sich nicht so sicher, ob das die ganze Wahrheit ist. Lewis Hamilton verbesserte sich vom dritten Training zu Qualifikation um 1,6 Sekunden, Vettel nur um drei Zehntel. Allein die Rennstrecke wurde dank der Gummiauflage um 0,45 Sekunden schneller. "Wir haben unsere Leistung vom dritten Training bestätigt. Demnach muss Ferrari einen Schritt zurück gemacht haben. Ob das nur an den tieferen Temperaturen hängt, ist zu bezweifeln."

Vettel geht trotzdem mit Zuversicht in den GP Monaco. Der Dritte des Trainings setzt darauf, dass mit der Anzahl der Runden auch der Grip in den Reifen kommt. Allerdings muss er die härtere Reifen-Mischung fürchten. Im direkten Vergleich Soft gegen Soft im Q1 war Mercedes um eine Sekunde schneller. Die Silberpfeile sind die einzigen, die auch die harten Gummis schnell anzünden können.

Erst kein Grip, dann Verkehr

Für Kimi Räikkönen lief das Abschlusstraining wieder einmal nicht nach Maß. Der Finne muss sich beim Start hinter den beiden Red Bull von Daniel Ricciardo und Daniil Kvyat auf Platz 6 anstellen. Dementsprechend genervt antwortete er auf Fragen. "Das Auto fühlte sich eigentlich gut an. Beim ersten Versuch hatte ich nicht genug Grip und habe in St. Dévote einen großen Rutscher hingelegt. Mit dem zweiten Satz blieb ich hinter einem Toro Rosso hängen. Die Runde musste ich abbrechen."

Räikkönens Tag begann mit einem Unfall in der ersten Kurve. Das Heck streifte die Absperrungen. Dabei wurden die Felge und der Heckflügel beschädigt. Zum Glück blieb wenigstens das Getriebe heil. Räikkönen glaubt nicht, dass die Zwangspause sein Ergebnis beeinflusst hat. "Wir hatten wegen der tiefen Temperaturen Probleme die Vorderreifen zum Arbeiten zu bringen. Damit kannst du in den schnellen Kurven die Reifen nicht genug belasten, um Wärme von innen heraus zu generieren. So kommt eines zum anderen. Es war aus meiner Sicht wieder einmal ein schlechter Tag."

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