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Ferrari führt Rangliste an

Bestzeit mit Sorgen

Felipe Massa, Ferrari, Formel 1-Test, Jerez, 7.2.2013 Foto: xpb 35 Bilder

Auf Jenson Button und Romain Grosjean folgte Felipe Massa. Der dritte Testtag brachte den dritten Tagesbesten. Doch während Button und Grosjean an den Tagen davor vorsichtigen Optimismus zeigten, wirkte Massa eher nachdenklich. Bei Ferrari läuft noch nicht alles so rund wie es soll.

07.02.2013 Michael Schmidt

Zufriedenheit sieht anders aus. Felipe Massa saß bei der abendlichen Pressekonferenz auf seinem Barhocker im Ferrari-Zelt und versprühte wenig Begeisterung. "Die Bestzeit bedeutet gar nichts", winkte Massa müde ab. "Sie ist nur Kosmetik. Es ist immer schön deinen Namen an der Spitze zu sehen. Und es nimmt so einem großen Team wie uns Druck von den Schultern."

Massa stellte mit 1:17.879 Minuten eine überlegene Bestzeit auf. Nico Rosberg lag 0,887 Sekunden zurück. Doch Massa war auf den weichen Reifen unterwegs, Rosberg dagegen auf dem Medium-Gummi. "Die weiche Mischung hat mehr Zeit gebracht, als wir dachten." Der Brasilianer sprach von einer Sekunde.

Zwei Tage mit Aero-Testfahrten

Die Konkurrenz glaubt, dass der Ferrari bei seiner Bestzeit wenig Benzin an Bord hatte. Immerhin reichte der Sprit für sechs fliegende Runden. Ferrari suchte auch am dritten Tag noch eine Richtung. "Die ersten zwei Tage bin ich viele Aero-Tests gefahren. Von einem richtigen Testbetrieb konnte man da nicht sprechen. Den Reifenvergleich haben wir auf den dritten Testtag verschoben. Und bis jetzt habe ich die Abstimmung des Autos kaum angerührt."

Ferrari war auf den insgesamt 227 Runden an den ersten drei Tagen mit unterschiedlichen Auspuffversionen und immer wieder modifizierten Unterböden unterwegs. Über das ganze Auto verstreute Sensoren ließen vermuten, dass Ferrari die Aerodynamikdaten aus dem Toyota-Windkanal mit der Realität abglich. Massa resümierte vorsichtig: "Es waren wichtige drei Tage, weil ich glaube, dass wir die richtige Richtung mit dem Auto gefunden haben. Ob sie tatsächlich richtig ist, werden wir erst im Melbourne wissen."

Noch viel Arbeit für Ferrari

Massa machte noch eine Reihe solcher zweideutiger Andeutungen. Da war nie ein Satz dabei, der Sicherheit ausstrahlte. Die Einleitung "ich hoffe", kam in jeder zweiten Antwort vor. Keine Spur von "ich weiß". Der Vize-Weltmeister von 2008 warnte davor, wegen der Bestzeit den Boden unter den Füßen zu verlieren: "Wir müssen vor dem ersten Rennen noch sehr viel arbeiten. Ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg, bleibe positiv und hoffe, dass wir das beim ersten Rennen bestätigen können. Dafür müssen wir aber jeden Tag hundert Prozent geben."

Immerhin zeigt die Richtung nach oben. Als Massa am Dienstag sagte, er könne Buttons Bestzeit nicht fahren, da war das eine Momentaufnahme, die zwei Tage später ihre Gültigkeit verloren hatte. "Mit dem Ferrari vom Dienstag hätte ich das nicht gekonnt. Und Jensons Zeit ist mit meiner nicht zu vergleichen. Am ersten Tag war die Strecke noch grün, und er war auf harten Reifen unterwegs." Was hat er Fernando Alonso von seinen Fahreindrücken erzählt? Die Antwort war kurz und bündig: "Ich habe nicht mit Fernando gesprochen."

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