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Ferrari für GP Russland realistisch

Vettel will in Sochi aufs Podest

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Russland - Sochi - Donnerstag - 8.10.2015 Foto: xpb 101 Bilder

Sebastian Vettel steckt sich für das zweite Rennen im Sochi Autodrom dieselben Ziele wie bislang in dieser Saison. Er will aufs Podest fahren. Seine kleine Chance auf den WM-Titel will der Ferrari-Pilot wahrnehmen.

08.10.2015 Andreas Haupt

Im Vorjahr lief es für Sebastian Vettel nicht rund in Sochi. Damals noch auf Red Bull reichte es für den Heppenheimer nur zu Platz acht im Rennen. Einmal mehr hinter bezwang ihn sein damaliger Teamkollegen Daniel Ricciardo.

Vettel sieht keinen Reifenvorteil

2015 sitzt Vettel aber bekanntlich in einem Ferrari und raste schon zu drei Saisonsiegen. Manche im Fahrerlager glauben, dass der GP Russland für den viermaligen F1-Weltmeister eine gute Gelegenheit ist, das Konto auf vier Erfolge in Rot aufzustocken. Weil Pirelli für den 5,848 Kilometer langen Kurs im Gegensatz zu 2014 die zwei weichsten Mischungen aus dem Regal mitbringt. Wie schon in Singapur, wo Vettel triumphierte.

Doch in seiner Presserunde am Donnerstagnachmittag wollte der Heppenheimer nichts von einem Reifenvorteil wissen. "Sochi ist eine komplett andere Strecke als Singapur.“ Und: "Wir haben im letzten Rennen gesehen, dass Mercedes nach wie vor in der Favoritenrolle ist." Trotzdem wolle man Mercedes ärgern. Das vorgegebene Ziel lautet aber das Podest.

Die drittlängste Bahn im Formel 1-Kalender stellte die Teams im Vorjahr vor eine spezielle Herausforderung. Niemand schaffte es, die Gummis im ersten Anlauf zu entzünden. Stattdessen brauchten die Piloten aufgrund des glatten Asphalts mehrere Umläufe, bis die Walzen auf Temperatur waren.

Hoher Spritverbrauch sorgt für andere Fahrweise

"Sochi ist keine einfache Strecke, wenn es darauf ankommt, alles zusammen zu bringen", weiß Vettel. "Die Abstände waren letztes Jahr sehr groß. 2014 hat uns der Asphalt alle überrascht. Die Reifen haben sehr lange gehalten. Es wird an diesem Wochenende darauf ankommen, das Auto am Freitag in das richtige Arbeitsfenster zu bekommen."

Was schwierig werden könnte. Einige Wetterstationen prognostizieren Regen für den ersten Trainingstag. "Vielleicht können wir die Trockenreifen dann gar nicht einsetzen",sagt Vettel. "Das Wetter könnte eine große Rolle spielen."

Der GP Russland ist noch in einer anderen Beziehung anspruchsvoll. Der relativ hohe Vollastanteil von 61 Prozent zwingt die Teams zum Spritsparen. "Das wirkt sich auch aufs Fahrer aus." Weil die Piloten entsprechend ihren Stil anpassen müssen und zum Beispiel den Gasfuß lupfen, bevor sie auf die Bremsen steigen. Stichwort "lift and coast". Und was hat noch Einfluss aufs Fahrverhalten? "Die hohen Drücke", schiebt Vettel nach. Pirelli hebt sie im Vergleich zum Vorjahr um je 2,5 PSI auf 21,5 PSI vorn und 20,5 hinten.

Red Bull-Ausstieg wäre eine "Schande" für Formel 1

In der WM hat Vettel immer noch rechnerische Chancen. Nach 14 von 19 Rennen liegt er 59 Zähler hinter Lewis Hamilton. Illusionen gibt er sich zwar nicht hin, dennoch will er noch nichts von einer kompletten Verlagerung der Entwicklungsressourcen auf die kommende Saison wissen. "Man kann die Wahrscheinlichkeit leicht ausrechnen. Aber auf der Strecke kann es anders kommen. Wir haben nach wie vor die Chance, viel zu erreichen. Das sollten wir wahrnehmen."

Ein großes Gesprächsthema ist im Fahrerlager von Sochi der mögliche F1-Ausstieg von Red Bull. Vettel hat mit dem Brausehersteller von 2010 bis 2013 alles abgeräumt. "Es wäre eine Schande, wenn Red Bull die Formel 1 verlässt und gleich zwei oder vier Autos weg wären", befindet der Ferrari-Star.

Sollte Ferrari Red Bull daher 2016er Motoren anbieten, und nicht wie bislang nur die 2015er Spezifikation? "Zum Glück treffe ich solche Entscheidungen nicht. Ich bin froh, dass ich nur der Kutscher bin."

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