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Ferrari gegen McLaren

Duell um Rang drei kampflos entschieden

Giancarlo Fisichella Foto: dpa 61 Bilder

Vor dem Saisonfinale waren alle Titel entschieden und fast alle Positionen bezogen. Richtige Spannung herrschte nur noch im prestigeträchtigen Duell Ferrari gegen McLaren. Obwohl die Silberpfeile punktlos blieben, landeten sie am Ende auf Rang drei der Teamwertung.

01.11.2009 Tobias Grüner

Nur ein Punkt trennte McLaren und Ferrari im Kampf um Rang drei des Konstrukteurspokals. Zwar gibt es für einen dritten Platz keine Trophäe, aber für ca. vier Millionen Dollar extra aus den Prämientöpfen lohnt es sich schon zu kämpfen. Und im Zweikampf gegen den Erzrivalen will man natürlich immer die Oberhand behalten.

Kurze Spannung nach Hamilton-Aus

Doch das Duell konnte die Erwartungen nicht halten. Zunächst sah es so aus, als könne McLaren den dritten Platz mit Leichtigkeit verteidigen. Zu überlegen fuhr Lewis Hamilton das ganze Wochenende. Als der Weltmeister des vergangenen Jahres dann aber nach dem ersten Stopp mit Bremsproblemen vorwärts in die Box abbog, bekam der Zweikampf plötzlich wieder Würze.

Bis zur 28. Runde lag Kimi Räikkönen in den Punkten vor seinem Landsmann Heikki Kovalainen. Besondere Würze erhielt das Duell dadurch, dass beide Finnen bei ihren Teams auf der Abschussliste stehen. Im virtuellen Klassement waren Ferrari und McLaren zu diesem Zeitpunkt punktgleich. Nur die höhere Anzahl an Siegen hätte für McLaren gesprochen.

Keine Punkte für niemanden

Als Räikkönen dann in Runde 29 zum Tanken fuhr, war die Luft schnell wieder raus. Zum einen konnte Kovalainen zwei Runden länger draußen bleiben und sich anschließend vor dem Ferrari einreihen, zum anderen wurde schnell klar, dass an diesem Tag keines der Teams einen Punkt mitnehmen würde.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh war trotzdem zufrieden mit seinem Schützling, der genau wie Hamilton mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. "Mit einer guten Mischung aus Angriffslust und Disziplin startete er sehr gut und überholte beim Boxenstopp Kimi Räikkönen, ganz wie erhofft. Danach blieb er vor Kimi und er passte seine Fahrweise dem Ausfall des KERS Hybrid zu Rennmitte an. Damit erreichten wir in der Konstrukteurs-WM Platz drei vor Ferrari, und das macht uns stolz."

Wiedersehen im Kampf um Platz eins?

Bei Ferrari herrschte verständlicherweise nicht so gute Stimmung. "Es ist enttäuschend, wenn man um einen Punkt vom dritten Platz in der Konstrukteurs-WM getrennt ist. Aber wir müssen diese Entscheidung auf der Strecke akzeptieren", klagte Teamchef Stefano Domenicali. Dabei ist es kein Wunder, dass Ferrari am Ende den Kürzeren zog. Schließlich hatte man die Entwicklung am Auto schon seit Monaten eingestellt, um sich auf die kommende Saison zu konzentrieren.

Bei McLaren wurde da noch fleißig weitergearbeitet. "Wir haben eine strategische Entscheidung getroffen und wir wussten, dass der Weg gegen Ende hin immer steiler werden wird." In der kommenden Saison werden beide Teams wieder voll motiviert an den Start gehen und erneut gegeneinander antreten. Whitmarsh: "Ferrari ist ein harter Gegner und wir wollen sie auch nächstes Jahr wieder schlagen - aber dann im Kampf um Platz eins."

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