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Ferrari hat aufgeholt

"Zu gierig in Kurve 10"

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Kanada 2016 - Montreal - Qualifying Foto: xpb 54 Bilder

Ferrari atmet auf. Endlich mal eine Qualifikation, bei der alles rund läuft. Fast alles. Sebastian Vettel verlor auf die Mercedes knapp zwei Zehntel, obwohl er im Q3 nur noch einen frischen Satz Ultrasoft zur Verfügung hatte. Fazit aus Sicht des Trainingsdritten: Ferrari hat aufgeholt.

11.06.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Der Druck auf Mercedes wird größer. In Monte Carlo Red Bull, in Montreal Ferrari. Zwar starten die Silberpfeile zum vierten Mal in diesem Jahr aus der ersten Reihe, doch die Konkurrenz rückt näher. Sebastian Vettel fehlten in der Qualifikation zum GP Kanada nur 0,178 Sekunden auf den Trainingsschnellsten Lewis Hamilton. Es hätte weniger sein können. Nach dem dritten freien Training träumte Vettel sogar von der Pole Position. „Das Auto fühlte sich großartig an.“

Nachdem die Mercedes-Piloten im Q3 mit zwei 1.12er Zeiten vorgelegt hatten, wusste Vettel wo die Messlatte lag. „Ich wollte auch unbedingt unter die 1.13er Marke kommen. Bis Kurve 10 lief alles gut. Dann wurde ich ein bisschen zu gierig und bin eine Spur zu früh aufs Gas. Auf dem Weg in die Gerade habe ich Traktion verloren.“

Ferrari-Motor besser in den Longruns

Lewis Hamilton hätte bei einer optimalen Runde 0,15 Sekunden schneller fahren können, doch auch Vettel hatte kein perfektes Abschlusstraining. Der Deutsche musste das Q3 mit einem angefahrenen Satz Reifen beginnen. Die Mercedes-Piloten konnten bei beiden Versuchen auf frische Pirelli-Ultrasoft zurückgreifen. Schuld war laut Vettel ein leicht verkorkstes Q2. „Da bin ich ein wenig aus dem Rhythmus gekommen und habe zwei Anläufe gebraucht. Das hat uns dann für das Q3 durcheinander gebracht.“

Vettel führte das Trainingsergebnis auch auf die Technik-Neuheiten am Ferrari SF16-H zurück. Der neue Turbolader verfehlte seine Wirkung nicht. GPS-Daten zeigen, dass der Mercedes-Motor zwar immer noch mehr Leistung hat, dass Ferrari den Gegner aber auf der elektrischen Seite eingeholt hat. Ferrari kam in den Longruns praktisch ohne De-rating über die Geraden, während Mercedes vor den Kurven 5 und 8 in den Ladebetrieb umschaltete.

Auch die neue Hinterachse und die schlankere Motorabdeckung haben sich bewährt. Die Ferrari hatten trotz des kühlen Wetters keine Probleme, die Reifen in ihr Arbeitsfenster zu bringen. Vettel notierte zufrieden: „Ich glaube, heute haben wir das wahre Potenzial unseres Autos gesehen.“ Kimi Räikkönen konnte es nicht nutzen. „Das Auto fühlte sich besser an als am Freitag, aber es war immer noch nicht gut genug. Ich hatte jedes Mal Probleme beim Einlenken in die Haarnadel.“ Räikkönen ging im Q3 nur ein Mal auf die Strecke. „Wir wollten uns bei Kimi einen frischen Satz Supersoft für das Rennen aufheben. Und von den Ultrasofts hatte er nur noch eine Garnitur übrig“, berichtete Teamchef Maurizio Arrivabene.

Neuester Kommentar

Das hört sich doch gut an. Ein erster Ferrari-Sieg in der Saison nach einer Regenschlacht wäre heute was feines. Plus Ausfall von Rosberg, damit es in der WM-Wertung richtig eng wird.

PeterSchlosser 12. Juni 2016, 14:57 Uhr
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