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Alonso nur auf Startplatz zehn

Ferrari hofft auf Regen im Rennen

Fernando Alonso Foto: xpb 26 Bilder

Ferrari hatte sich soviel in Spa ausgerechnet. Doch jetzt starten Felipe Massa und Fernando Alonso nur von den Plätzen sechs und zehn. Das rote Lager hofft jetzt auf Wetterkapriolen. Sie sind wahrscheinlich die einzige Chance Boden gutzumachen.

28.08.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonso war der Mann vom Freitag. Der Spanier beherrschte die ersten beiden Trainingssitzungen. Am Samstag blieb von den Vorschusslorbeeren nicht mehr viel übrig. Rang sechs im dritten freien Training deutete bereits an, dass Red Bull und McLaren in Spa die Nase vorne haben würden.

"Vielleicht sind unsere Gegner am Freitag mit mehr Sprit unterwegs gewesen", mutmaßte der Mann aus Asturien. Aber mit dem zehnten Platz in der Startaufstellung hatte selbst Alonso nicht gerechnet. Der Ex-Weltmeister sprach von Pech: "Eigentlich haben wir alles richtig gemacht. Felipe Massa und ich konnten nicht von der Strecke profitieren, als sie die besten Rundenzeiten ermöglichte."

Reifenknappheit bei Alonso

Alonsos Absturz bahnte sich bereits im zweiten Abschnitt der Qualifikation an. Da verbrauchte Ferraris Nummer eins zwei seiner vier Satz weicher Reifen. Den ersten hatte er schon im Vormittagstraining genutzt. Blieb also nur noch einer fürs Top Ten-Finale. "Ich musste zwei Mal mit weichen Reifen raus, weil die Gefahr bestand, dass ich Q2 nicht schaffe. Den harten Reifen habe ich misstraut, weil wir uns nicht sicher waren, wie schnell die auf Temperatur kommen."

Als es ernst wurde fuhr Alonso nur eine mittelprächtige Runde auf einem gebrauchten Satz weicher Reifen. Für den letzten Schuss hatte er sich den frischen Satz aufgehoben. Da begann es im Start/Zielbereich wieder zu regnen. "Ich war zu dem Zeitpunkt auf der Strecke, als die meisten Tropfen fielen. Da war eine Platzverbesserung nicht mehr möglich."

Alonso hofft auf Regen im Rennen

Alonso wünscht sich für das Rennen wechselnde Bedingungen: "Da kann dir die richtige Entscheidung in einer Runde 30 Sekunden bringen." Dazu kommt: Der WM-Fünfte hat sein Auto eine Spur mehr Richtung Regen abgestimmt als Felipe Massa. Der Brasilianer gewann sein viertes Trainingsduell gegen Alonso und geht als Sechster in den GP Belgien.

Trotzdam war Massa nicht zufrieden. "Wir haben uns einen Platz unter den ersten Drei ausgerechnet. Das Potenzial, drei Zehntel schneller zu fahren, war vorhanden. Aber an die Zeiten von Webber und Hamilton wäre ich nicht herangekommen."

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