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Ferrari im Elend

Falsche Reifen zur falschen Zeit

Fernando Alonso - GP England 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Ferrari steckte beim Abschlusstraining zum GP England eine schwere Schlappe ein. Fernando Alonso und Kimi Räikkönen gingen in der ersten K.O.-Runde zu spät auf Slicks auf die Strecke. Als wieder Regen einsetzte, blieben sie hängen und landeten auf den Plätzen 19 und 20.

05.07.2014 Michael Schmidt

Warum sind es immer die großen Teams, die bei wechselnden Wetterbedingungen eine Niete ziehen? In Silverstone erwischte es Williams und Ferrari. Beide Teams flogen bei abwechselnd nasser und trockener Bahn schon in der ersten Qualifikationsrunde aus der Wertung. Ferrari landete mit Fernando Alonso und Kimi Räikkönen auf den Plätzen 19 und 20.

Ferrari-Pleite eigener Fehler

Die Ferrari-Piloten waren zu spät auf Slicks auf die zwischenzeitlich abtrocknende Strecke gegangen. Doch als Alonso und Räikkönen ihre schnelle Runde begannen, setzte wieder Regen ein. Alonso kreiselte in Brooklands von der Strecke. Räikkönen rutschte ohne Grip über die nasse Strecke.

"Wenn Williams und wir so früh rausfliegen, dann haben wir etwas falsch gemacht. Wir waren zur falschen Zeit mit den falschen Reifen unterwegs", konstatierte Alonso. Er nannte es eine Mischung aus falschem Timing und Pech. "Wir hätten früher reagieren müssen. Einige Autos hatten auf Slicks schon Sektorbestzeiten, und wir standen immer noch in der Garage."

Andererseits gibt es bei dieser Wetterlotterie keine Erfolgsgarantie. "Wenn ich früher mit Slicks auf die Strecke gehe und in einer Kurve fällt Regen, und ich fliege dort raus, sehe ich aus wie ein Depp. Der Grat zwischen genial und dumm ist unheimlich schmal."

Große Teams haben zu viel zu verlieren

Alonso räumt ein, dass sich große Teams bei diesen Bedingungen schwerer tun als die kleinen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. "Das liegt einserseits daran, dass unsere Entscheidungswege zu kompliziert sind. Daran müssen wir arbeiten. Andererseits haben die kleinen Teams nichts zu verlieren. Wenn sie bei halbnasser Bahn auf Regenreifen bleiben, stehen sie hinten. Ihre einzige Chance nach vorne zu kommen ist es, gegen den Strom zu schwimmen."

Ferrari steht von seinen Startplätzen im Hinterfeld vor einem schwierigen Rennen. "Am liebsten wären mir die gleichen schwierigen Bedingungen wie heute. Weil du dann mit einer richtigen Entscheidung richtig Zeit gutmachen kannst. Im Rennen sind wir in einer Alles-oder-Nichts-Situation", sagt Alonso.

Sorgen machen ihm nur die Williams. "Die sind praktisch nicht zu überholen. Für uns schon gleich gar nicht, weil wir zu wenig Power und zu wenig Top-Speed haben. Wir können nur hoffen, dass die Williams sich schnell durch das Feld kämpfen und wir in ihrem Windschatten mitschwimmen." Das Auto selbst ist gut genug, in die Punkteränge vorzustoßen. "Wir waren bei trockenen und nassen Bedingungen bei der Musik."

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