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Ferrari im Getriebe-Schlamassel

Ein Qualifying zum Vergessen für Rot

Sebastian Vettel - Ferrari - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 9.7.2016 Foto: sutton-images.com 49 Bilder

Ferrari musste sich im Qualifying zum GP England 2016 hinter Mercedes und Red Bull anstellen. Der Abstand zu den Silberpfeilen war mit über 1,6 Sekunden erschreckend groß. Dazu kommen Technikprobleme. Einmal mehr ging im Auto von Sebastian Vettel das Getriebe kaputt, was den Ferrari-Star um fünf Plätze zurückwirft.

09.07.2016 Andreas Haupt

Es war ein Tag zum Vergessen für Ferrari. Im dritten Freien Training gab das Getriebe im SF16-H von Sebastian Vettel den Geist auf. „Ich wollte hochschalten und es ging einfach nicht mehr“, berichtete ein enttäuschter Pilot. Die Achtgang-Schalteinheit blieb im fünften Gang hängen. Die Folge: Die Mechaniker mussten das Getriebe wechseln. Und Vettel ging mit der Hypothek einer Startplatzstrafe von fünf Rängen ins Qualifying.

Nicht der erste Getriebeschaden für Ferrari

Es war nicht das erste Mal in dieser Saison, dass die Schaltbox bei Ferrari kaputtging. Und es ist nicht die erste Rückversetzung. Der Zusammenstoß in der Startphase zum Grand Prix China mit Kimi Räikkönen beschädigte das Getriebe nachhaltig. Beim folgenden Rennen in Russland rutschte Vettel deshalb fünf Positionen in der Startaufstellung zurück. Auch in Österreich fing sich der viermalige Weltmeister von den Kommissaren eine Bestrafung ein. Ferrari hatte bei Checks nach dem Rennen in Baku Metallspänne im Getriebeöl entdeckt.

Im Freitagstraining in England gab es den nächsten Schaden. Es war aber noch nicht das Renngetriebe eingebaut. Ganz im Gegensatz zum Samstagmorgen. „Das Problem gestern und heute im dritten Training ist neu. Vielleicht liegt es an der Strecke. Es passierte jedes Mal an der gleichen Stelle“, erzählte Vettel. Nämlich in den letzten drei Kurven.

Was genau den Getriebe-Schlamassel in England ausgelöst hat, beantwortete Ferrari noch nicht. Es wurden aber Vorkehrungen getroffen, dass nicht noch einmal etwas zu Bruch geht. „Ich hatte im Qualifying zum Glück kein Problem mehr. Und Kimi das ganze Wochenende nicht. Wir müssen sicherstellen, dass es nicht wieder passiert. Denn morgen würde es das Aus bedeuten“, sagte Vettel.

Neue Aerodynamik-Teile nicht ausreichend

Den GP England nimmt der 29-Jährige vom elften Startplatz aus auf. Teamkollege Räikkönen erzielte im Qualifying die fünftbeste Runde, Vettel war mit der sechstschnellsten Zeit um sechs Zehntel langsamer. „Mein erster Anlauf in Q3 war gut. Aber in der Stowe-Kurve hatte ich einen heftigen Quersteher“, berichtete Vettel. Die TV-Bilder zeigten es. Auch der zweite und entscheidende Anlauf saß nicht. „Ich habe zu tief in die erste Kurve hineingebremst“, entschuldigte sich der Ferrari-Star.

Räikkönen zog keine Befriedigung daraus, seinen Stallrivalen mit seiner Zeit von 1:30.881 Minuten so klar distanziert zu haben. „Das bringt mir nichts. Sowas ist nur schön, wenn wir auf den Plätzen eins und zwei stehen würden“, murrte der Finne. Vielmehr beschäftigt Ferrari der große Abstand zu Mercedes. Räikkönen büßte auf Pole-Setter Lewis Hamilton über 1,6, Vettel gar über 2,2 Sekunden ein. „Mercedes ist einfach überall schneller als wir“, bekundete der WM-Dritte aus Heppenheim. „Sie haben einfach ein besseres Auto auf den Geraden und in den Kurven. Der erste Sektor ist langsam und sie nehmen uns Zeit ab. Auch im zweiten Streckenabschnitt mit den Highspeed-Kurven sind sie besser. Der dritte Sektor ist eine Mischung der beiden ersten. Auch dort sind sie schneller.“ Auch Red Bull war besser. Aber nicht außer Reichweite, wenn es nach Vettel geht. „Mit einem sauberen Q3 hätte ich sie zumindest splitten können.“

Die neuen Teile für Silverstone reichten nicht, um auch nur ansatzweise näher an Mercedes zu rücken. „Wir sind einen Schritt in die richtige Richtung gegangen, aber es ist leider nicht genug“, konstatierte Vettel. Räikkönen erklärte, wo die Probleme für Ferrari in Silverstone liegen. „Der Wind macht es für uns schwierig. Und wir bekommen die Reifen nicht auf die gewünschte Temperatur. Generell fehlt es uns einfach an Anpressdruck. Wenn du mehr Grip hast, bekommst du auch die Reifen besser zum Arbeiten.“

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