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Ferrari im Niemandsland

Erste Niederlage für Alonso

Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 5. April 2014 Foto: xpb 64 Bilder

Die Ferrari-Piloten erlebten im Qualifying von Bahrain eine Enttäuschung. Statt die Kronprinzenrolle hinter Mercedes einzunehmen, wurde Ferrari von Red Bull und den Mercedes-Kundenteams geschluckt. Fernando Alonso verlor erstmals ein Trainingsduell gegen Kimi Räikkönen.

05.04.2014 Michael Schmidt

Am Freitag sah alles noch ganz vielversprechend aus. Fernando Alonso führte das Verfolgerfeld hinter den übermächtigen Mercedes an. Auf eine Runde und im Dauerlauf. Doch am Samstag war es mit der roten Herrlichkeit schnell vorbei. Die Startplätze 5 und 9 sind eine Enttäuschung, zumal beiden Ferrari-Piloten je eine Position durch die Strafversetzung von Daniel Ricciardo geschenkt bekamen.

Alonso verlor dabei sein erstes Trainingsduell gegen Kimi Räikkönen. Dabei hatte es in allen Trainingssitzungen vorher nach dem dritten Sieg für den Spanier ausgesehen. "Dann habe ich ab dem Q2 plötzlich Leistung verloren. Zur falschen Zeit am falschen Platz. Ich will nicht vorschnell dem Motor die Schuld geben. Es könnte auch ein aerodynamisches Problem gewesen sein. Wir müssen warten, bis das Auto aus dem Parc Fermé zurückkommt, bis wir wissen, was da passiert ist." Alonso versuchte es locker zu nehmen: "Ich habe nicht die Pole Position verloren, sondern nur ein paar Positionen. Alles, was ich am Sonntag brauche, ist ein guter Start."

Alonso fürchtet Vettel und Hülkenberg

Räikkönen bekam am Samstag seine Bremsprobleme leidlich in den Griff. Außerdem wurden an seinem Auto an der Vorderachse Modifikationen vorgenommen. Jetzt fühlt Kimi die Vorderachse besser. Wichtig für seinen Fahrstil.

Es war eine seltsame Qualifikation. Fünf der vermeintlichen Nummer-eins-Piloten mussten sich hinter ihren Teamkollegen anstellen. Hamilton hinter Rosberg, Hülkenberg hinter Perez, Massa hinter Bottas, Sutil hinter Gutierrez, Alonso hinter Räikkönen.

Auch Alonso wunderte sich: "Vettel und Hülkenberg liegen ungewöhnlich weit zurück. Sie haben gegenüber mir den Vorteil vieler frischer Reifensätze. Doch da könnte es im Rennen eine Überraschung geben. Der härtere Reifen wurde mit zunehmender Trainingsdauer immer besser. Der Abstand zum weichen Reifen ist geschrumpft. Das könnte bei der Taktik eine Rolle spielen." Und der Spritverbrauch? "Da sitzen alle im gleichen Boot", winkt Alonso ab. "Es ist nicht unsere größte Sorge. Da ist keiner viel besser oder schlechter als wir."

Alonso glaubt an das Wunder

Die Frage, ob Ferrari den Rückstand zu Mercedes noch aufholen kann, beginnt Alonso langsam zu nerven. "Ich kann nur immer wieder betonen. Ja, ich glaube es. Würde ich daran zweifeln, könnte ich gleich zuhause bleiben."
 
Die Defizite des Ferrari F14T sind laut Alonso gleich verteilt. "Wir brauchen mehr Power, mehr Effizienz, mehr Abtrieb." Ein Blick auf den Top-Speed zeigt, wo es am meisten fehlt. Räikkönen und Alonso lagen auf der Geraden mit 317,3 km/h und 316,9 km/h auf den Plätzen 16 und 17. Alonso seufzte: "Die langen Geraden sind perfekt für die Mercedes-Autos."

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