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Ferrari in China dritte Kraft

Alonso top, Räikkönen flop

Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP China - Shanghai - 19. April 2014 Foto: xpb 93 Bilder

Ferrari ist in China die dritte Kraft. Auf trockener und nasser Strecke. Im Regen ist der Abstand allerdings etwas größer. Fernando Alonso erreichte mit Startplatz 5 das maximal mögliche Ergebnis. Kimi Räikkönen schied vorzeitig aus. Der Finne fühlt sich im Ferrari noch nicht richtig wohl.

19.04.2014 Michael Schmidt

Bahrain war für Ferrari die Angststrecke. Auf dem Stop-and-Go-Kurs in der Wüste waren die roten Autos nur fünfte Kraft. Und der Rückstand auf den Sieger betrug weit über eine Minute. In Shanghai erreichten die roten Autos wieder ihre Normalform. Also Platz drei hinter Mercedes und Red Bull-Renault.

Der Rückstand zu den übermächtigen Mercedes variierte mit den Streckenbedingungen. Auf trockener Strecke fällt er geringer aus. Im Regen betrug er 1,8 Sekunden. "Am Ergebnis ändert das nichts", maulte Fernando Alonso. "Ich wäre auch auf trockener Strecke nicht Vierter geworden. Deshalb dürfen wir nicht von einem Podium träumen, sondern müssen uns auf möglichst viele Punkte konzentrieren."

Ein erster Schritt von vielen

Die Wahrheit sieht so aus. Auf der Geraden fehlen dem Ferrari F14T knapp zehn km/h auf die Silberpfeile. Auf die Red Bull gewinnt er zehn km/h. In den Kurven kann er weder mit Mercedes, noch mit Red Bull mithalten. Alonso notierte aber im Vergleich zu Bahrain einen Fortschritt, und nicht nur wegen der Streckencharakteristik.
 
Ferrari hatte einen neuen Heckflügel und weitere kleine Aerodynamikänderungen dabei. Der Motor wurde im Bereich Fahrbarkeit und Power verbessert. Für eine kultiviertere Leistungsentfaltung sorgte eine modifizierte Software. Für mehr Qualm ein neuer Sprit von Shell.

Alonso: "Wir haben einen ersten Schritt von vielen gemacht. Abtrieb, Traktion und die Power sind besser. Wenn wir die Autos vor uns einholen wollen, brauchen wir jedes Rennen ein paar Zehntel und noch etwas extra. Weil die anderen auch jedes Rennen ein paar Zehntel aufholen."

Räikkönen hadert mit technischen Problemen

Kimi Räikkönen konnte wie schon in Melbourne und Sepang nicht mit seinem Teamkollegen mithalten. Der Finne flog bereits im Q2 aus dem Training. 13 Tausendstel fehlten in der entscheidenden Runden gegen Nico Hülkenberg.
 
Wieder einmal verlief das Training des Weltmeisters von 2007 nicht ohne Probleme. Am Freitag verbrachte er wegen Ärger mit der Lenkung viel Zeit in der Box. "Das hat nicht gerade geholfen." Anfangs fühlte er sich auf der nassen Piste noch wohl, doch im Q2 notierte Räikkönen plötzlich Probleme mit der Fahrzeugbalance in langsamen Kurven. Dazu kamen abrupte Gangwechsel, die ein nervöses Fahrverhalten provozierten. "Das passte ins Bild zu einem schwierigen Saisonauftakt. Mir fehlte das Vertrauen ins Auto."

Auf die Frage zum neuen Teamchef hatten sich beide Fahrer eine Antwort zurechtgelegt, die auch der PR-Abteilung gut gefiel. Marco Mattiaccis zweiter Arbeitstag an der Strecke brachte ihn erstmals mit seinen Piloten im direkten Dialog zusammen. "Er hört viel zu, er schreibt sich viel auf, und versucht alles zu verstehen. Wir müssen ihm Zeit geben", urteilte Alonso.

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