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Ferrari in der Krise

Ferrari so schlecht wie erwartet

Felipe Massa - Ferrari - GP Australien - Melbourne - 17. März 2012 Foto: xpb 69 Bilder

Ferrari hat die schlechten Prognosen bestätigt. Beide Fahrer scheiterten an der Q2-Hürde. Fernando Alonso wegen eines Unfalls, Felipe Massa, weil er schlicht zu langsam war. Alonso fordert die Truppe zum Zusammenhalt auf. Und er verlangt eine schnelle Reaktion.

17.03.2012 Michael Schmidt

Es war so schlimm wie erwartet. Oder vielleicht noch schlimmer. Felipe Massa wäre um ein Haar in der ersten Runde der Qualifikation hängen geblieben. In der zweiten schaffte er es nur auf Platz 16. Der Brasilianer war zwei Sekunden langsamer als Nico Rosberg, der in diesem Qualifikationssegment die Bestzeit fuhr. Das ist die bittere Wahrheit.

Ferrari im Qualifying chancenlos

Fernando Alonso hätte es vielleicht ins Top Ten-Finale geschafft, doch der Spanier musste so am Limit fahren, dass er sich in der ersten Kurve ins Kiesbett drehte. "Ich habe es erst hinterher am Fernsehschirm gesehen. Es war mein Fehler. Vielleicht hätte ich es mit Hängen und Würgen ins Q3 geschafft, wäre dann aber ohne frischen Satz Reifen dagestanden. Jetzt kann ich von Platz zwölf mit neuen Reifen ins Rennen gehen. Das ist aus unserer Sicht die bessere Ausgangsposition."

Alonso musste zugeben, dass Ferrari derzeit chancenlos ist. "Wir sind nicht schnell genug. Das mussten wir nach den Testfahrten befürchten. Jetzt hat es sich bestätigt. Um das aufzuholen, müssen wir 25 Stunden am Tag arbeiten. 24 reichen nicht mehr aus. Das haben wir ohnehin schon getan."

Alonso hofft noch auf Punkte im Rennen

Der zweifache Weltmeister will im Rennen wenigstens Punkte sammeln. "Ein Platz in den Top 5 wäre schon das Höchste der Gefühle. Wir sind ausgezogen mit dem Ziel in diesem Jahr Weltmeister zu werden. Dieses Ziel haben wir hier in Australien verfehlt. Unser Ferrari ist noch kein Siegerauto. Wir müssen jetzt so schnell wie möglich dorthin kommen."

Auf die Frage, ob er schon jemals so schlecht in die Saison gestartet sei, meinte der 27-fache GP-Sieger mürrisch: "Letztes Jahr war noch schlimmer. Da fehlten mir 1,4 Sekunden auf die Spitze. Jetzt ist es nur eine Sekunde." Was er nicht sagt: 2011 lag nur Sebastian Vettel so weit vor dem Feld. Diesmal stehen ungefähr sieben Teams vom Speed her vor Ferrari.

Alonso weiß, dass Ferrari die Zeit davonläuft. Vier Rennen im Niemandsland lässt sich nur noch schwer aufholen. Die Top-Autos kommen fast immer ins Ziel. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist das enger zusammengerückte Feld. Da kann auch mal einer der Favoriten keine Punkte machen, wenn etwas schief geht. Ferraris Nummer eins mahnt in der Stunde der Not zum Zusammenhalt. Das tut auch Ferrari via Twitter. Man entschuldigt sich bei den Ferrari-Fans und ruft zur Ruhe auf.

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