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Ferrari in Melbourne

Ferrari im Elend

Formula 1 Grand Prix, Australia, Saturday Qualifying Foto: xpb 19 Bilder

Ferrari ist verwirrt. Die roten Autos waren zu langsam und sie strapazierten ihre Reifen. Noch nicht einmal im Rennen konnten sie auftrumpfen. "Wir müssen jetzt analysieren, was schiefgelaufen ist", fordert Felipe Massa.

28.03.2011 Michael Schmidt

Gewonnen hat Ferrari nur am grünen Tisch. Ohne Jenson Buttons Durchfahrtsstrafe nach einem Überholmanöver durch den Notausgang der Schikane, wäre Fernando Alonso nicht Vierter geworden. Und Felipe Massa bekam durch die Disqualifikation der beiden Sauber vier WM-Punkte extra. Ferrari liegt jetzt mit 18 Punkten auf Platz drei der Konstrukteurs-WM, doch das schmeichelt den Italienern.

Ferrari verschleißt Reifen

"Wir verlassen Melbourne mit einem Gefühl der Enttäuschung", gab Teamchef Stefano Domenicali unumwunden zu. "Im Vergleich zur Konkurrenz, insbesondere Red Bull, waren wir nicht auf Ballhöhe." Fernando Alonso versuchte die Moral der Truppe zu stärken: "Lasst uns aus einem Rennen kein Drama machen. Es ist viel zu früh, aus diesem Ergebnis etwas für den Rest der Saison zu schließen." Dass Ferrari der Speed auf eine Runde fehlt, das ahnten Alonso und Massa schon vor dem GP Australien. Dass die roten Autos über die Distanz ihre Reifen nicht so in Schuss halten wie die Konkurrenz, war dann aber doch eine böse Überraschung. Genau da wähnte man seine eigene Stärke. "Irgendetwas ist anders gelaufen als bei den Testfahrten", beharrt Massa. "Das Auto war in Melbourne schlechter als auf den Teststrecken des Winters, und wir müssen herausfinden warum. Der Reifenabbau war stärker als wir uns das erwartet haben." Massa kämpfte mit Überhitzungserscheinungen an den Hinterreifen.

Heckflügeltrick ohne Wirkung

Während Red Bull und McLaren mit zwei Stopps über die Runden kamen, standen die Ferrari-Piloten jeweils drei Mal an der Box. Das kann nicht nur daran gelegen haben, dass in Ferraris Reifenkontingent insgesamt sieben Pneus Transportschäden aufgewiesen haben. "Die Reifen waren gut für ein Zweistopprennen", meinte Massa, "aber wir hatten uns auf einen frühen ersten Stopp festgelegt. Dann habe ich einen schlechten Reifensatz der harten Mischung ausgefasst und musste kurz darauf wieder wechseln." Unerklärlich war auch, warum Alonso und Massa überhaupt nicht von verstellbaren Heckflügel profitiert haben. "Ich habe hinter Buemis ToroRosso den Flügel flachgestellt, und der war trotzdem auf der Geraden schneller als ich. Uns fehlte massiv Topspeed", wunderte sich Massa. "Andere Autos haben von dem Klappflügel profitiert. Siehe Button." Der Zweikampf zwischen Button und Massa zählte zu den Höhepunkten des Rennens. Massa zeigte wenig Mitleid dafür, dass sein Gegner einmal strafweise durch die Boxengasse musste, weil der ihn durch den Notausgang der schnellen Schikane überholt hatte. "Jenson ist auf der falschen Seite vorbei. Er hatte die Wahl mich wieder vorbeizulassen oder eine Strafe auszufassen. Offenbar hat er sich für die Strafe entschieden."

Alonso rettet sich auf Rang vier

Während Alonso beim Start von Button abgedrängt wurde, kam Massa gut vom Fleck. "Der Start war das beste an meinem Rennen." Alonso rettete eine kluge Strategie. Dank früher Boxenstopps machte der Spanier noch ein paar der verlorenen Plätze gut und landete im Windschatten von Vitaly Petrov auf Rang vier. "Ich scheine hier ein Freiticket für vierte Plätze zu haben", staunte Alonso. "In vier Jahren kam ich drei Mal auf diesen Platz."

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