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Ferrari in Monaco

Von der Lachnummer zum Favoriten

Fernando Alonso Foto: Ferrari 94 Bilder

Nur eine Woche nach der Schmach von Barcelona zeigte sich Ferrari wie verwandelt. Die Auferstehung haben die Roten den weichen Reifen zu verdanken. Und der Strecke von Monte Carlo. Wer hier schnell sein will, braucht Vertrauen ins Auto. Alonso und Massa haben es.

26.05.2011 Michael Schmidt

Sebastian Vettel rückte Ferrari nach der Bestzeit im zweiten Donnerstagstraining in die Favoritenrolle. Während Vettel das Morgentraining mit 0,113 Sekunden Vorsprung auf Fernando Alonso für sich entschied, drehte der Spanier am Nachmittag den Spieß um. Alonsos Bestzeit war um 0,544 Sekunden besser als die schnellste Runde von Vettel.

Nur eine Woche nach der Schmach der Überrundung von Barcelona mischt Ferrari wieder kräftig in der Spitzengruppe mit. Das hat nichts mit den Modifikationen an der Hinterachse zu tun. Auch nicht, dass Pat Fry den langjährigen Technikdirekror Aldo Costa ersetzt. Und erst recht nicht, dass Ferrari der Optik zuliebe Showzeiten gefahren wäre.

Vertrauen ist in Monaco alles

"Es sind die weichen und superweichen Reifen", erklärt Felipe Massa die Ferrari-Renaissance. "Diese Reifen bringt jedes Auto in ihr Arbeitsfenster. Deshalb sind die Abstände geringer. Hier sieht man das wahre Kräfteverhältnis. In Barcelona waren nur Red Bull und McLaren in der Lage, die harten Reifen auf Temperatur zu bringen. Keiner von den anderen hat das Fenster getroffen. Das erklärt die riesigen Abstände." Mit anderen Worten: Der Ferrari ist ein ordentliches Rennauto. Er fuhr bislang nur auf den falschen Reifen.

Die Ferrari-Fahrer fühlten sich von der ersten Runde an wohl in ihren Autos. "Vertrauen ist auf dieser Strecke alles. Du bremst später, und du fährst mit weniger Risiko näher an die Leitplanken heran", erklärte Alonso. Der Spanier will von einer Favoritenrolle noch nichts wissen: "Heute ist erst Donnerstag. Wir wissen nicht, welche Programme die anderen gefahren sind. Deshalb ist es besser, dass wir uns auf uns konzentrieren. Die Balance des Autos war ganz ordentlich, aber bis Samstag muss sie noch besser werden." Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug blieb trotz Platz drei für Nico Rosberg skeptisch: "Vielleicht hat Red Bull heute einfach nur mehr Sprit im Tank gehabt."

Kräfteverhältnis nur auf den superweichen Reifen sichtbar

Auf den weichen Reifen herrschte zwischen Red Bull und Ferrari Gleichstand. Die Stunde der roten Autos schlug erst, als die superweiche Mischung ausgepackt wurde. Das ist erklärbar. Pirellis bester Klebstoff nimmt den Red Bull ihren aerodynamischen Vorteil weg. Und er spielt den Ferrari im Rennen einen Joker zu. Wer die superweichen Reifen länger schont, kann am Renntag einen Vorteil haben.

Die Ferrari sind nicht nur auf eine Runde stark. Massa legte mit den superweichen Reifen einen Dauerlauf hin, der dem von Vettel in nichts nachstand. Die McLaren und Mercedes hinkten in den Rennsimulationen schon eine Sekunde hinterher. In der Zeitentabelle standen sie vor Red Bull. Die Zaubermischung "supersoft" beflügelte auf eine Runde auch Lewis Hamilton, Nico Rosberg und Jenson Button. Vielleicht müssen Vettel und Webber beim Start in mehrere Auspuffrohre schauen.

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