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Ferrari in Singapur chancenlos

"Kann Fernando nicht helfen"

Fernando Alonso GP Singapur 2013 Foto: xpb 60 Bilder

Die Ferrari-Piloten starten von den Plätzen 6 und 7. Felipe Massa vor Fernando Alonso. Normalerweise müsste sich der Brasilianer in den Dienst von Alonso stellen. "Ich glaube nicht, dass ich Fernando viel helfen kann", bedauert Massa. Warum? Weil Red Bull zu schnell und Ferrari zu langsam ist.

21.09.2013 Michael Schmidt

Das war eine Ohrfeige für Ferrari. Und vielleicht die letzte Absage an Fernando Alonsos WM-Hoffnungen. Sebastian Vettel startet beim GP Singapur von der Pole Position. Alonso nur von Platz 7. Der Spanier verlor 1,097 Sekunden auf den WM-Spitzenreiter. "Es wäre noch mehr gewesen, wenn Sebastian seinen zweiten Reifensatz benutzt hätte", erklärt Felipe Massa, der seinen Teamkollegen um 48 Tausendstel in die vierte Startreihe verbannte.

Alonso empfindet das nicht als Schande: "Felipe stand 2008 in Singapur auf der Pole Position. Ich kann nicht immer vor Felipe liegen. Punkte gibt es am Sonntag, und da stehe ich um 82 Prozent besser da als mein Teamkollege."

Massa in der Zwickmühle: Soll er Alonso helfen?

Normalerweise hätte Massa seinem Teamkapitän helfen müssen. Doch Ferraris Nummer zwei hatte im Vorfeld angekündigt, dass er ab sofort nur noch für sich fahren wolle. In Singapur wollte er das so nicht wiederholen. Massa kommt trotzdem nicht in Gewissensnöte: "Ich weiß nicht, wie ich Fernando im Rennen helfen soll. Vettel steht viel zu weit weg. Fernando muss hoffen, dass Vettels Auto ein Problem bekommt. Wir sind einfach nicht schnell genug."

Ferrari ist auf den Stand des GP Ungarn zurückgefallen. Schlimmer noch. Der Rückstand stieg von acht Zehntel auf über eine Sekunde an. Kaum ist wieder maximaler Abtrieb gefragt, liegen Red Bull, Mercedes und Lotus vor den roten Autos. Alonso lobt trotzdem sein Team: "Die Jungs haben rund um die Uhr geschuftet. Wir haben uns auch um das eine Zehntel verbessert, das uns versprochen wurde. Leider reicht es nicht. Die anderen bewegen sich auch nach vorne. Es gibt eben keine Wunder."

In Singapur zählt nicht nur die Aerodynamik. "Das Fahrwerk, die Reifentemperaturen, die Aerodynamik: Alles muss zusammenspielen. Dann hast du auch Vertrauen in dein Auto. Als ich 2008 auf der Pole Position stand, hatte ich sieben Zehntel Vorsprung. Wenn du dich im Auto wohlfühlst, kommt auch die Rundenzeit", erklärt Massa.

Alonso flirtet nicht mit anderen Teams

Alonso mimt wieder ganz brav den Teamplayer. Alle Gerüchte, er wolle Ferrari verlassen, mal zu Red Bull, mal zu Lotus und mal zu McLaren wechseln, entspringen seiner Aussage nach der Fantasie der Journalisten. "Vielleicht verkaufen sich damit die Zeitungen besser. Ich kann immer nur wiederholen, dass ich bei Ferrari bleibe und dort wahrscheinlich meine Karriere beende."

Genauso wenig will Alonso den Titelkampf aufgeben. Der Ex-Weltmeister glaubt, dass er auch in Singapur auf dem Podium landen könnte: "Im letzten Jahr war ich nach der ersten Kurve Siebter und bin am Ende auf Rang 3 gelandet."

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