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Ferrari im WM-Kampf

Ferrari ist nicht kleinzukriegen

Fernando Alonso Mark webber GP Indien 2012 Foto: xpb.cc 94 Bilder

Fernando Alonsos Gesicht auf dem Podest sprach Bände. Statt sich selbst zu bemitleiden, ist sein Kampfeswille noch stärker. Das gleiche gilt für das gesamte Team. Keiner denkt ans Aufgeben, stattdessen wird die Motivation hoch gehalten.

28.10.2012 Bianca Leppert

Es kommt im Motorsport nicht immer nur auf die Stärke auf der Strecke an. Auch Psychologie kann manchmal entscheidend sein. In dieser Hinsicht beweist Ferrari gerade seine Stärke. Keiner im Team denkt auch nur eine Sekunde ans Aufgeben. Sowohl Alonso und Teamchef Stefano Domenicali predigen wie aus dem Gebetsbuch immer wieder, dass noch nichts verloren ist.

Grip in Kurven fehlt

Alonso hat mit dem zweiten Platz Schadensbegrenzung betrieben. Mehr war für Ferrari nicht drin. In der Anfangsphase schnupfte Alonso beide Mclaren auf, später war Mark Webber mit einem Kers-Problem leichte Beute. Auf den harten Reifen kam Alonso in der zweiten Rennhälfte besser in Schwung als mit den weichen. Normalerweise sind die weichen Pneus schneller. Ein Phänomen, aus dem Ferrari für die Zukunft seine Lehren ziehen will, wenn mehrere Boxenstopps anstehen.

"Das Rennen ist noch lang", meint Alonso, der bei noch drei ausstehenden Rennen nun 13 Punkte Rückstand auf Vettel hat. "Wir haben gesehen, heute ist bei Mark das Kers kaputt gegangen, es kann aber auch Sebastian oder mich treffen. Wir wollen nicht hier, sondern in Brasilien glücklich sein. Wir sind schnell auf der Geraden, aber uns fehlt noch Grip in den Kurven."

Alonso fordert mehr Updates

Um mit Red Bull Schritt halten zu können, fordert Alonso mehr Updates. "Wir müssen neue Teile nach Abu Dhabi bringen und am Samstag besser werden, hoffentlich auch am Sonntag. Wir müssen einen Schritt nach vorne machen, im Moment sind wir nicht in der Lage zu gewinnen."

Aber wie will man innerhalb einer Woche den Spieß einfach herumdrehen? Da können nur Updates zum Einsatz kommen, die schon länger in Vorbereitung waren. In einer Woche tut sich nicht viel. Was sagt Domenicali zu den Forderungen seines Star-Piloten? "Wenn man etwas sagt, dann gibt es auch eine Chance, es tun zu können", meint er. "Ohne ins technische Detail zu gehen, ist es offensichtlich, dass wir versuchen, uns auf allen Ebenen zu verbessern. Das gilt nicht nur für Abu Dhabi, sondern auch für den Rest der Saison."

Domenicali motiviert das Team

Man könnte fast meinen, Domenicali hätte ein Motivationsseminar belegt. Aber die neuen Teile am Auto geben auch Grund zur Hoffnung, immerhin haben die Italiener auf Red Bull aufgeholt. "Red Bull hat klar das bessere Auto, aber das ist kein Grund zum Heulen", sagt Domenicali. "Wenn wir sagen, sie sind schneller, ändern wir nichts an der Einstellung bei uns. 1982 ist unser Team in der Fußball-WM nicht das Beste gewesen, aber wir haben den Titel gewonnen." Am Ende der Saison kann sich Ferrari wenigstens nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

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