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Ferrari jagt die Spitze

Gewinner und Verlierer beim F1-Wettrüsten

GP Spanien 2009 Qualifying Foto: dpa 20 Bilder

Beim ersten Europarennen in Barcelona sind fast alle Autos mit größeren Aerodynamik-Updates am Start. Wir analysieren Team für Team, wer die größten Schritte gemacht hat und wer noch nachlegen muss.

10.05.2009 Tobias Grüner

Der Grand Prix von Spanien ist ein besonderes Rennen. Hier ist besonders viel Abtrieb gefragt, hier trennt sich die Spreu deutlich vom Weizen. Die Experten aus den Teams sind sich sicher: Barcelona ist ein Lackmustest für den Rest der Saison. Wer hier schnell ist, kann überall vorne mitfahren. Schnell wurde auf dem Circuit de Catalunya deutlich, wer seit dem Saisonstart am besten gearbeitet hat:

Brawn GP:
Das Überraschungsteam der Saison brachte nur ein kleines Update an den Start. Die Gewichtsverteilung wurde optimiert und eine neue Motorabdeckung montiert. Nicht genug, um die Konkurrenz auf Dauer hinter sich zu lassen. Brawn GP ist immer noch vorne, aber der Vorsprung schrumpft.

Red Bull:
Am Wochenende herrschte reger Flugverkehr zwischen Barcelona und der Red Bull-Fabrik im englischen Milton Keynes. Teile des für Monaco geplanten Aero-Pakets wurden einfach vorgezogen: ein neuer Frontflügel, als Leitbleche verkleidete Rückspiegelhalterungen, eine Modifikation am Heckflügel. Damit wurde der Rückstand auf Brawn GP fast egalisiert. Mit dem neuen Doppel-Diffusor setzt das Vettel-Team in Monaco zum Überholvorgang an.

Toyota:
Bei Toyota ist man unzufrieden. Die Wirkung des neuen Frontflügels verpuffte. Im Qualifying waren Timo Glock und Jarno Trulli bereits wieder mit altem Material unterwegs. In Bahrain noch in der ersten Startreihe findet sich das Team aus Köln-Marsdorf nun wieder deutlich in der Verfolgerrolle. Neben Red Bull und Brawn GP liegt nun auch Ferrari vor Toyota.

McLaren-Mercedes:
Hastig wurde am Freitag doch noch der neue Doppeldiffusor an den Silberpfeil geschraubt. Doch das Abtriebsproblem lässt sich nicht so einfach beheben. Auf einer Strecke wie Barcelona ist damit nichts zu gewinnen. Ein Schritt nach vorne war nicht zu erkennen. Momentan fährt das Team des Weltmeisters nur im Mittelfeld.

Renault:

Auch bei Renault haben sich die Änderungen nicht wie gewünscht bemerkbar gemacht. Ein neuer Heckflügel, neue Radabdeckungen und ein weiterentwickelter Doppeldiffusor für Alonso brachten das Team nicht nach vorne. Der spanische Star-Pilot jammert: "Das Auto ist besser, aber trotzdem haben wir Plätze verloren."

BMW-Sauber:
So wie in Bahrain konnte es nicht weitergehen. Mit einer Komplett-Sanierung kämpfte sich BMW-Sauber wieder nach vorne. Robert Kubica war im zweiten Qualifying-Abschnitt nur noch vier Zehntel hinter der Spitze. Nach Ferrari machten die Weiß-blauen den größten Schritt nach vorne. "Und wir haben noch nicht den Doppeldiffusor", fügt Nick Heidfeld an. "Ich denke da ist noch mehr Potenzial drin."

Toro Rosso:
Auch beim Schwesterteam von Red Bull war eine Steigerung festzustellen. Mit vielen neuen Teilen hätte sich der Sprung auch im Ergebnis deutlicher niederschlagen können. Pech im Training und Probleme beim Setup verschleierten allerdings das Potenzial. Immerhin ist man wieder außer Reichweite von Force India.

Williams:
Das Team von Nico Rosberg ist in Barcelona da, wo man schon vorher war. "Wir kämpfen um Punkte. Das ist ein gutes Zeichen für den Rest der Saison", lobte der Wiesbadener. Mit kleineren Updates konnte Williams seine Position immerhin halten.

Ferrari:
Die Italiener haben eindeutig den größten Schritt nach vorne gemacht. Mit Felipe Massa fuhr der Konstrukteursweltmeister im Qualifying in die zweite Reihe. Dabei war der Brasilianer mit noch mehr Sprit unterwegs. Höchstens zwei Zehntel beträgt der Rückstand momentan. Und mit KERS hat Ferrari als einziges Spitzenteam eine wichtige strategische Waffe im Zweikampf an Bord.

Force India:
Nach dem Fortschritt in Bahrain folgte der Rückschritt in Spanien. Außer dem verstellbaren Frontflügel gab es nicht viel Neues am Force India-Renner. Momentan ist kein anderes Team in unmittelbarer Schlagdistanz. Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella müssen auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

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