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Ferrari

Kimi muss für das Team arbeiten

Foto: Wolfgang Wilhelm 56 Bilder

Im Rennen um die WM-Spitze hat sich durch das Monza-Ergebnis nur wenig getan. Nur Kimi Räikkönen verlor weiter an Boden und muss demnächst wohl den Wasserträger für Teamkollege Felipe Massa spielen.

15.09.2008 Michael Schmidt

Der Brasilianer hat einen Punkt auf Lewis Hamilton aufgeholt. Es hätte mehr sein können, doch Massa wollte im Finale nichts mehr riskieren. "Ich hatte von allen am meisten zu verlieren." Der Regen machte den Plan des WM-Zweiten zunichte, vom sechsten Startplatz aus dem Rivalen in großem Stil Punkte wegzuschnappen. "Es hätte bei den Bedingungen aber auch schlimmer kommen können."

Die rennentscheidende Szene war laut Massa das Überholmanöver an Nico Rosberg. Der Ferrari-Pilot war an dem Williams durch Abkürzen der Schikane vorbeigegangen. Vom Kommandostand kam sofort der Auftrag, sich wieder zurückfallen zu lassen und auf keinen Fall vor der nächsten Kurve wieder anzugreifen. Man wollte McLaren keine Steilvorlage bei der Berufungsverhandlung im Fall Hamilton am 22. September liefern.

Zeitverlust im Verkehr

Das Rosberg-Intermezzo kostete Massa so viel Zeit, dass er nach dem zweiten Tankstopp hinter eine Kampfgruppe mit Alonso, Kubica und Heidfeld fiel. Mehr als der sechste Platz war nicht drin. Sein Renningenieur Rob Smedley musste ihn über Funk über das Näherrücken von Hamilton informieren. "Rob hat mich in Echtzeit über die Position von Lewis informiert. Die Sicht nach hinten war wegen der verschmutzten Spiegel so schlecht, dass ich ihn nicht gesehen habe."

Da Kimi Räikkönen nun 21 Punkte hinter WM-Spitzenreiter Hamilton liegt, kam an Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali die unvermeidliche Frage, ob der Weltmeister nun für Massa fahren müsse. Die Antwort fiel kryptisch aus: "Unsere Fahrer wissen, dass sie in erster Linie für das Team arbeiten müssen. Ab jetzt wird Kimi seine Rennen so einrichten, dass er die Ziele des Teams im Auge behält." Man könnte das auch so übersetzen: Ab dem GP Singapur muss sich Räikkönen in den Dienst von Massa stellen.

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