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Trainingsanalyse GP Indien 2012

Ferrari klammert sich an Rennsimulation

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Indien - 26. Oktober 2012 Foto: xpb 65 Bilder

Red Bull zertrümmert die Konkurrenz mit großem Vorsprung. Ferrari klammert sich jetzt an die guten Dauerläufe. Die waren wenigstens auf dem Papier schneller als die der Red Bull-Piloten.

26.10.2012 Michael Schmidt

Die Red Bull-Show geht weiter. Sebastian Vettel und Mark Webber dominierten den ersten Trainingstag. Die Modifikationen am Auspuff waren wieder ein Volltreffer. Kein Auto liegt ruhiger am Kurvenausgang als die blauen Raketen. Die Red Bull-Piloten schüttelten die Bestzeiten praktisch aus dem Handgelenk. Vettel war am Ende um 0,118 Sekunden schneller als sein Teamkollege. Und dann kommt ein Klassenabstand zum Rest.

Red Bull wie auf Schienen

Der Drittschnellste Fernando Alonso lag sechs Zehntel zurück. Lewis Hamilton im schnelleren der beiden McLaren fehlten bereits 0,910 Sekunden. Vor den beiden McLaren platzierten sich sogar Mercedes-Pilot Nico Rosberg und Kimi Räikkönen im Lotus. Ferrari hat trotz geringer Änderungen am Auto Fortschritte gemacht. Alonso ist der einzige, der wenigstens phasenweise in die Nähe der Red Bull kam. "Dazu musste er aber jede Runde am absoluten Limit fahren. Die Red Bull-Fahrer sind wie auf Schienen unterwegs", berichteten die Streckenbeobachter.

Ferrari hat trotzdem noch Hoffnung. Die Italiener klammern sich an die Tatsache, dass der Rückstand auf den härteren Reifen geringer ausfiel, und dass Alonso auf den weichen Sohlen über Balanceprobleme klagte, also nicht optimal unterwegs war. Bei Red Bull dagegen hieß es: "Alles im Lot mit beiden Reifenmischungen." Die Dauerläufe sprechen für Ferrari. Immer unter der Voraussetzung, dass beide Autos gleich viel Benzin im Tank hatten."Da Ferrari generell am Freitag immer mit weniger Benzin fährt als wir, machen wir uns keine Sorgen", winkte Red Bull-Berater Helmut Marko ab.

Massa mit Setup-Problemen

Alonso fuhr bei seinem Dauerlauf eine durchschnittliche Rundenzeit von 1.32,1 Minuten. Sebastian Vettel und Mark Webber kamen auf identische 1.32,4 Minuten über zehn aufeinanderfolgende Runden. Lewis Hamilton war mit 1.32,5 Minuten ebenfalls noch bei der Musik. Wenn Alonso tatsächlich weniger Benzin an Bord gehabt haben soll, dann müssten es acht Kilogramm gewesen sein, um die Zeitdifferenz zu den Red Bull-Piloten zu erklären. Eine Referenz zu Felipe Massa gibt es leider nicht. Das Auto des Brasilianers war völlig falsch abgestimmt. Ferraris Nummer zwei klagte über heftiges Übersteuern. Bei zwei Highspeed-Drehern ruinierte Massa zwei Reifensätze. Danach machten Dauerläufe keinen Sinn mehr.

Hülkenberg im Longrun schneller als Rosberg

Nico Rosberg war mit dem ersten Trainingstag zufrieden. Der Mercedes-Pilot landete mit 0,8 Sekunden Rückstand auf Platz vier. "Die Streckencharakteristik hilft. Außerdem haben wir beim Auspuff etwas Zeit gefunden." In den Dauerläufen lag Rosberg im Schnitt eine Sekunde über den Titelkandidaten.

Nico Hülkenberg schaffte nach einem mühsamen Trainingsbeginn noch den Sprung in die Top Ten. "In meiner schnellsten Runde war ich im Gras. Ich bin meine Bestzeit erst in der vierten Runde mit diesem Reifensatz gefahren. Normalerweise sind wir am Freitag im Vergleich zum Samstag immer etwas stärker. Da es diesmal etwas schwieriger anlief, hoffe ich, dass es diesmal umgekehrt ist. Die Longruns waren gut, könnten aber noch schneller sein." Im Vergleich zum Mercedes muss sich Hülkenberg da nicht verstecken. Der Force India-Pilot war im Schnitt eine halbe Sekunde schneller als Rosberg.

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