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Krisensitzung in Maranello

Ferrari-Teamchef verlangt Antworten

Ferrari - Formel 1-Test - Barcelona - 2012 Foto: xpb 30 Bilder

Bei einer Krisensitzung nach dem Barcelona-Test haben Teamchef Stefano Domenicali und Pilot Fernando Alonso gemeinsam das komplette Ferrari-Team eingeschworen. Tenor: Es ist noch nicht alles verloren. Die Wende ist möglich.

06.03.2012 Tobias Grüner

In Maranello herrscht Katerstimmung. Nach dem Abschlusstest in Barcelona haben auch die letzten Optimisten im roten Lager gemerkt, dass der neue Ferrari F2012 nicht der erhoffte Red Bull-Herausforderer ist. Ganz im Gegenteil – statt nach vorne muss man sich nun nach hinten orientieren.

Technikchef Pat Fry hatte schon am Sonntag zugegeben, dass ein Podiumsplatz in Melbourne nicht realistisch ist. Experten erwarten, dass Mercedes an Ferrari vorbeigezogen ist. Mit Lotus, Sauber und Force India setzen noch weitere Mittelfeldteams zum Überholen an. Nach den Eindrücken der Testfahrten, müssen Fernando Alonso und Felipe Massa kämpfen, um überhaupt Punkte aus Melbourne mitzunehmen.

Domenicali: "Ich erwarte gute Antworten"

"Es ist offensichtlich, dass wir nicht glücklich damit sein können, wie die Testfahrten verlaufen sind", gab nun auch Teamchef Stefano Domenicali in einer Krisensitzung mit der ganzen Scuderia-Belegschaft am Montag (5.3.) zu. Gleichzeitig versuchte der Ferrari-Capo seinem Team anzufeuern: "Das ist erst der Anfang einer langen Saison. Wir wissen, dass wir uns in den Punkten Speed und Zuverlässigkeit verbessern müssen, aber ich erwarte einige gute Antworten von Euch allen und den Wunsch zu zeigen, wer wir sind."

Alonso: "Neues Auto schwer zu verstehen"

Auch Fernando Alonso sprach den Mitarbeitern des Rennteams Mut zu. Er dankte für den großen Einsatz rund um die Uhr, musste aber auch zugeben: "Unser neues Auto hat einige Eigenschaften, die schwer zu verstehen sind. Und vielleicht sind wir nicht da, wo wir sein wollen. Aber wir haben alle so viele Formel 1-Saisons hinter uns und wir wissen alle, dass wir vor Australien nicht genau wissen, wo wir im Verhältnis zur Konkurrenz stehen."

Alonso betonte, dass auch bei den Gegnern nicht alles perfekt läuft. "Gestern konnte Red Bull, die von vielen als Favoriten gesehen werden, nur ein paar Runden und den letzten Platz in der Zeitentabelle vorweisen. Wenn uns etwas Ähnliches passiert wäre, wäre hier die Hölle losgewesen. Aber im Fall Red Bull hat kaum jemand Notiz davon genommen."

Ferrari-Wende ist noch möglich

Der zweifache Weltmeister schwörte sein Team ein, vollen Einsatz zu zeigen, um doch noch einmal die Wende hinzubekommen. "Wir müssen dringender als je zuvor alles geben, um uns zu verbessern. Von demjenigen, der für den Rückspiegel zuständig ist, bis zu dem, der die Kolben im Motor baut. Wir sind vereint und wir geben alles, weil wir alle das gleiche Ziel haben."

"Ich will euch nur an eine Geschichte von vor zwei Jahren erinnern: Beim letzten Test in Barcelona waren wir fünfter hinter Red Bull, McLaren, Sauber und Force India und zwei Wochen später haben wir einen Doppelsieg in Bahrain gefeiert. Es zählt nicht, Erster im Auftaktrennen zu sein sondern im November, wenn die Meisterschaft zu Ende ist."

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