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Ferrari macht Dampf

Ferrari mit Kraftakt vor Europa-Auftakt

Kimi Räikkönen Foto: Wolfgang Wilhelm 25 Bilder

Ferrari bringt ein halb neues Auto zum GP Spanien nach Barcelona. Technikbüro und Produktion in Maranello haben in einem Kraftakt die Aerodynamik des F60 frisiert. Es ist der größte Technikschritt seit Jahren.

05.05.2009 Michael Schmidt

Ferrari will raus aus dem Mittelfeld der Formel 1. Der sechste Platz von Kimi Räikkönen in Bahrain war nur ein Anfang. Jetzt sollen wenigstens Podestplätze her. Dafür wurde der halbe Ferrari F60 umgebaut. Nach Aussage eines Ferrari-Mannes handelt es sich dabei um den größten Entwicklungsschritt seit Jahren, definitiv umfangreicher als jede Evo-Stufe in der Saison 2008. "Ob er fruchtet, können wir vor dem Rennen trotz guter Daten natürlich nicht sagen. Wir wissen ja nicht, um wie viel sich die anderen verbessern."

Alles neu beim GP Spanien

Das neue Aerodynamikpaket umfasst Front- und Heckflügel, die komplette Motorverkleidung und natürlich den Diffusor, der jetzt auch einen doppelten Boden hat. Ein Großteil des Facelifts war von langer Hand geplant. Die Ingenieure legten bereits Ende Januar mit dem Design der neuen Teile los.
 
Um den Rückstand aufzuholen, wurden aber diverse Entwicklungen, die eigentlich erst für den GP Türkei im Plan standen, um zwei Rennen vorgezogen. Darunter natürlich auch der neue Diffusor. Dieses Thema kam bei Ferrari erst auf den Tisch, als die BrawnGP bei Testfahrten in Barcelona und Jerez begannen, ihre Show abzuziehen.

Test auf der Geraden

Ganz unvorbereitet geht Ferrari nicht in die vorentscheidende Schlacht nach Barcelona. Testpilot Marc Gené probierte das neue Aerodynamik-Paket vergangenen Samstag bei einem Aero-Test in Vairano. Das Reglement erlaubt den Teams acht dieser Versuchsfahrten pro Jahr. Dabei werden die aerodynamischen Daten aus dem Windkanal mit der Realität abgeglichen. Das Auto fährt zu diesem Zweck mit gleichbleibenden Geschwindigkeiten, vollgestopft mit Sensoren, auf der Geraden auf und ab.
 
Im Gegensatz zu BMW und Renault, die bei den nächsten beiden Rennen auf KERS verzichten wollen, plant Ferrari voll mit dem Hybridantrieb. "Für uns ist KERS ein klarer Vorteil. Das hat der Vergleichstest im Freitagstraining in Bahrain ganz klar gezeigt", erklärte Felipe Massa.

Kimi mit leichtem Auto

Sein Kollege Räikkönen bekommt am kommenden Wochenende ein Geschenk. Der Weltmeister von 2007 wird in einem leichteren Chassis sitzen. Angeblich wurden rund sechs Kilogramm eingespart. Das entspricht ungefähr der Gewichtsdifferenz zwischen Räikkönen und Massa. Damit ist auch Räikkönen bei der Platzierung von Ballast zum Trimmen des Fahrzeugs nicht mehr eingeschränkt. Massa hatte trotz KERS an Bord nie Probleme, das Auto auszubalancieren. Der Brasilianer wird ab dem GP Monaco im neuen Leichtgewichtchassis sitzen.

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