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Ferrari macht sich Sorgen

Waren die Reifen oder die Hitze schuld?

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP Ungarn 2013 Foto: xpb 65 Bilder

Alarmstimmung bei Ferrari. Fernando Alonso startete als Fünfter und kam als Fünfter ins Ziel. Der Rückstand auf Sebastian Vettel ist auf 39 Punkte angewachsen. Zum ersten Mal war der Ferrari F138 im Rennen schwächer als in der Qualifikation. Jetzt rätselt Maranello, warum das so ist.

28.07.2013 Michael Schmidt

Ferrari könnte ein Opfer der neuen Reifen sein. Bis jetzt galt die goldene Regel. Die roten Autos sind im Rennbetrieb schneller als in der Qualifikation. Diesmal war es umgekehrt, auch wenn Alonso in beiden Disziplinen Platz fünf schaffte. Doch im Rennen profitierte er von der Durchfahrtsstrafe für Romain Grosjean. Alonso zog ein ernüchterndes Fazit: "Platz fünf für uns ist ein Wunder."

Zählt Ferrari zu den Verlierern der neuen Reifen?

Nach dem Rennen rauchten bei Ferrari die Köpfe. Im ersten Saisondrittel schienen die Ingenieure um Pat Fry zu den wenigen zu zählen, die das Reifenrätsel entschlüsselt hatten. Jetzt herrscht bei Ferrari das große Rätselraten. "Der Reifenabbau im Rennen lag höher als erwartet", gab Alonso zu.

"Das kann an den neuen Reifen aber auch an der großen Hitze gelegen haben. In Bahrain haben wir bei ähnlichen Bedingungen ein ähnliches Phänomen festgestellt. Andererseits lagen wir bei der Reifennutzung die ganze Saison auf dem Niveau von Lotus. Das hat sich jetzt klar zugunsten von Lotus verschoben." Felipe Massa analysierte selbstkritisch: "Mercedes wurde im Rennen besser, wir schlechter. Für mich liegt das an der Rückkehr zu den 2012er Reifenkonstruktionen."

Ferrari-Entwicklung stagniert, Konkurrenz zieht davon

Fernando Alonso macht noch eine andere Rechnung auf. Er nimmt Ferraris jüngste Fahrzeugentwicklung ins Visier. "Wir hatten uns von den Änderungen für Silverstone viel versprochen und wurden dann stark enttäuscht. Deshalb mussten wir am Nürburgring zum Teil wieder zurückbauen."

"Weil wir da eine Steigerung erkannten, sind wir in Ungarn auf eine noch ältere Entwicklungsstufe zurückgegangen. Die fühlte sich besser an, was das Trainingsergebnis auch bestätigt hat. Im Grunde fahren wir jetzt mit einer sehr alten Version gegen Autos, die ständig verbessert wurden. Da ist klar, dass wir in Rückstand geraten sind."

Alonso fordert Siegerauto ab Spa

Der neue WM-Dritte hinter Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen setzt seine Ingenieure unter Druck: "Wir müssen jetzt die richtigen Schlüsse aus den einzelnen Beobachtungen ziehen. Nach der Sommerpause brauche ich ein Siegerauto, wenn wir den Rückstand in der WM noch aufholen wollen."

Da wird ihn eine gute Nachricht in schweren Zeiten aufrichten. Der frühere Lotus-Chef James Allison kommt. Die Personalie soll in den nächsten zwei Wochen verkündet werden. Allison kann offenbar auch sofort mit der Arbeit beginnen. Er bildet nach dem Modell Mercedes eine Doppelspitze mit dem jetzigen Technikchef Pat Fry.

Das ist Ferraris Antwort auf die von Red Bull gestreuten Gerüchte, Alonso sei an einem Wechsel zu Red Bull interessiert. "Wir haben das als billiges Ablenkungsmanöver erkannt. Da will uns jemand destabilisieren", heißt es im Team. Alonso antwortete auf die Gerüchte: "Ich bin happy bei Ferrari." Außerdem hat er einen Vertrag bis 2016.

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