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Ferrari mit herber Schlappe im Quali

Warum ist Ferrari so langsam?

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Spanien 2016 Foto: sutton-images.com 71 Bilder

Ferrari ist in Spanien nur die dritte Kraft. Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel werden den fünften Grand Prix des Jahres hinter beiden Mercedes und beiden Red Bull in Angriff nehmen. Noch kennt Ferrari nicht alle Ursachen für den Absturz. Ein Grund sind zu hohe Oberflächentemperaturen der Reifen.

14.05.2016 Andreas Haupt

Im Durchschnitt der ersten vier Qualifyings büßte Ferrari 0,6 Sekunden auf Mercedes ein. In Barcelona vergrößerte sich der Abstand um fast das doppelte. Kimi Räikkönen büßte in seinem schnellsten Versuch im dritten Quali-Abschnitt mehr als 1,1 Sekunden auf Pole-Setter Lewis Hamilton ein. Sebastian Vettel über 1,3 Sekunden.

Ferrari fällt aus Reifenfenster

Für die beiden roten Autos reichte die Performance nicht einmal für die zweite Startreihe. Dort steht Red Bull. Der beste RB12 mit Daniel Ricciardo brummte dem besten Ferrari SF16-H über vier Zehntel auf. "Unsere schlechte Leistung ist eine Überraschung für uns", konstatierte Vettel nach dem Qualifying. "Wir verstehen nicht, warum wir so abgefallen sind."

Warum war Ferrari so langsam? Ein Grund könnte in den hohen Streckentemperaturen liegen. Die Sonne heizte das Asphaltband zum Qualifying auf 42 Grad auf. 14 mehr als noch im dritten Freien Training. Vettel konnte verglichen mit der Übungseinheit in der Früh nicht zulegen. Ihm fehlten im Qualifying 0,109 Sekunden auf seine bisherige Wochenend-Bestzeit. "Irgendwie sind wir aus dem Reifenfenster gefallen", berichtet Vettel.

Die Laufflächen-Temperaturen der weichen Pirelli-Sohlen kletterten am Ferrari durch die Decke. "Das war ein Teil unseres Problems. Aber so einfach ist es nicht, sonst wüssten wir, woran wir sind", präzisiert der viermalige Champion. "Wir hatten uns eigentlich Sitzung für Sitzung verbessert. Aber am Nachmittag hat sich das Auto einfach nicht mehr so gut wie heute Morgen angefühlt."

Vettel und Räikkönen verlieren konstant Zeit

Es gibt keine spezielle Stelle auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, wo Ferrari die Zeit zerrinnt. Die roten Renner verlieren konstant auf die Runde. Im ersten Abschnitt waren es dreieinhalb Zehntel. Im mittleren fast 0,3 Sekunden. Und im letzten Teil mehr als eine halbe Sekunde auf den jeweils Besten. "Wir rutschen von der ersten Kurve an. Uns fehlt überall die Haftung", berichtet Vettel.

Teamkollege Räikkönen legte zwar im Vergleich zur dritten Einheit zu. Aber in der Früh belegte der Finne ja auch nur den sechsten Rang. "Wir haben das Setup geändert, weil wir nicht schnell waren", sagte der Weltmeister von 2007. "Im Qualifying war es schwierig im Cockpit. Es war kein leichter Tag für uns. Wir sind weit davon entfernt, wo wir uns gerne sehen würden. Die anderen haben einen besseren Job gemacht." Räikkönen fügt hinzu: "Mehr Abtrieb würde uns sicher helfen. Es ist nicht einfach, auf dieser Strecke die Reifen über die gesamte Runde in Schuss zu halten. Auf uns kommt Arbeit zu."

Ferrari brachte für das Barcelona-Wochenende gegen die Erwartungen nur wenige Updates. Man hört von Modifizierungen am Heckflügel und den hinteren Bremsbelüftungen. Irgendwie hat man den Eindruck, dass den Ingenieuren in Maranello die Ideen ausbleiben, wie sie den SF16-H schneller machen können. Ferrari droht wie so oft, im Entwicklungsrennen Boden zu verlieren. "Ich denke nicht, dass Quantität immer Qualität bedeutet. Die neuen Teile, die wir hier hergebracht haben, funktionieren wie sie sollen", schützt Vettel seine Mannschaft.

Dass in Barcelona sogar Red Bull vor Ferrari liegt, scheint den Heppenheimer noch nicht in Unruhe zu versetzen: "Ich denke nicht, dass das ein genereller Trend ist. Wir sind schneller als sie."

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