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Ferrari mit Traktionsproblemen

Alonso: "Zurück in der Realität“

Fernando Alonso GP Abu Dhabi 2013 Foto: xpb 54 Bilder

Das war das schlechteste Trainingsergebnis des Jahres für Ferrari. Felipe Massa und Fernando Alonso starten von den Plätzen 7 und 10. Beide Fahrer klagten über gravierende Traktionsprobleme. Trotzdem glaubt Alonso, dass Ferrari besser abschneiden kann als Lotus und Mercedes. Weiß er mehr?

02.11.2013 Michael Schmidt

Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali zog nüchtern Bilanz: "Abu Dhabi ist unsere schlechteste Strecke für uns im Kalender." Das Trainingsergebnis zeigt es. Platz 7 und 10 für Felipe Massa und Fernando Alonso. So schlecht war Ferrari in diesem Jahr noch nie Alonso flog das erste Mal in dieser Saison aus den Top Ten.

Beide Fahrer gaben der schlechten Traktion des Ferrari F138 die Schuld. Die roten Autos kommen nicht aus den langsamen Ecken. Und davon gibt es auf dem Yas Marina Circuit mehr als genug. Zehn Kurven liegen unter 140 km/h. Alonso gibt der Aerodynamik die Schuld: "Egal, was wir ans Auto schrauben, wir bekommen nicht mehr Abtrieb im Heck. Das zeigt, dass etwas mit der Aerodynamik-Philosophie nicht stimmt." Für Alonso ist das schlechte Trainingsergebnis keine Überraschung. "Die Strecke hier hat uns nur gezeigt, wo unsere Defizite liegen. Wir sind zurück in der Realität."

Ferrari stimmt Autos unterschiedlich ab

Der Spanier sieht in der Pleite von Abu Dhabi keinen generellen Trend. Mercedes und Lotus bleiben in Reichweite. Die nächsten Strecken passen wieder besser für Ferrari. Wie Indien. "Wenn ich mir den Rennspeed von Indien anschaue, dann hätten wir weit vorne landen können, wäre ich nicht beim Start in eine Kollision verwickelt worden." Das gleiche könnte ihm nun auch beim drittletzten Rennen der Saison blühen. "Ein Start von so weit hinten ist immer gefährlich. Du musst mehr riskieren, und damit steigt die Chance eines Unfalls."

Ferrari hat in der Not seine Autos unterschiedlich abgestimmt. Während Felipe Massa auf Topspeed setzte, gab Alonso mehr Abtrieb den Vorrang. Der Unterschied in den Topspeeds zeigt es. Massa wurde mit 319,9 km/h gemessen, sein Teamkollege kam nur auf 315,1 km/h. Alonso glaubt aller schlechten Vorzeichen zum Trotz, dass Ferrari im Rennen mit Lotus und Mercedes konkurrieren kann. "Ich bin zuversichtlich. Wir können im Rennen mehr Punkte holen als unsere Mitbewerber."

Alonso glaubt an Überraschung im Rennen

Alonsos Aussage erstaunt. Eigentlich ist der Spanier Realist. So genau kann er sein gutes Gefühl nicht erklären: "Die Daten stützen es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass wir im Rennen besser aussehen werden als im Training. Weil es eigentlich immer so ist. Ich habe als Elfter den kleinen Vorteil, dass ich mit frischen Reifen ins Rennen gehen kann. So kann ich das ganze Rennen lang attackieren."

Alonso erinnert dabei an das Wunder von Valencia 2012. Damals startete er von Platz 11 und gewann. Das gleiche in Abu Dhabi zu erwarten, wäre dann aber doch zu gewagt: "Valencia 2012 hat gezeigt, dass verrückte Dinge möglich sind. Ein Sieg hier wäre allerdings eine noch viel größere Überraschung als damals."

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