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Ferrari

Mit Tricks zu mehr PS?

Foto: dpa 13 Bilder

Viel wird über den aktuellen Leistungsvorsprung des Ferrari-Triebwerks diskutiert. Jetzt gibt es erste Vermutungen, wie die Italiener ihrem V8 über die Winterpause ein paar Pferdestärken mehr entlocken konnten.

08.05.2008

In Barcelona wurde der Vorteil offensichtlich: Lokalmatador Fernando Alonso erwischte im Renault eigentlich einen guten Start. Doch statt den Führenden Kimi Räikkönen anzugreifen, musste der Ex-Weltmeister sogar Hintermann Felipe Massa passieren lassen. Wie war das möglich? In Zeiten von eingefrorenen Motoren und einem dichten Leistungsniveau sollte es selbst für ein Team wie Ferrari nicht möglich sein, einen Renault so einfach stehen zu lassen.

Standfestigkeit als Vorwand?

Auch die glänzenden Top-Speed-Werte machen die Konkurrenz hellhörig. Alleine mit aerodynamischer Effizienz lässt sich das nicht mehr erklären. Der Ferrari-V8 legte seit 2007 in der PS-Zahl im zweistelligen Bereich zu und er glänzt obendrein mit dem besten Ansprechverhalten.

Die Konkurrenz hat nun einen Verdacht: Über den Winter haben Ferrari, Renault und Mercedes beim Weltverband FIA unter dem Vorwand von Standfestigkeitsproblemen den Antrag gestellt, bestimmte Komponenten im Motor zu modifizieren. Während Mercedes nur Kleinteile abänderte, wurden bei Ferrari die Kolben und der Ölkreislauf revidiert, bei Renault ebenfalls Kolben, dazu Lager und Ventile.

Leistungsspritze durch neue Teile?

Renault zog daraus keinen Leistungsvorteil. Angesichts des ungewöhnlichen Fortschritts bei Ferrari aber stellen sich zwei Fragen: Warum hat die FIA Ferrari überhaupt einen Eingriff abgenickt? Es gab in der gesamten Saison 2007 keinen Motorschaden. Und wie ist es möglich, im Rahmen der erlaubten Änderungen an der Peripherie des Motors die Leistung derart zu steigern?

Böswillige schließen daraus, dass Ferrari die so genannte Standfestigkeitsabsicherungen dazu benutzt hat, ein paar PS mehr herauszukitzeln, als es sonst möglich gewesen wäre. Die Konkurrenz wurde über die geänderten Teile am Ferrari-Triebwerk informiert. Die genauen Auswirkungen auf die Performance blieben allerdings geheim. So könnten die Italiener der Konkurrenz auch in Zukunft einfach davonfahren.

Weitere Geschichten zum aktuellen Geschehen in der Formel 1 lesen sie in auto motor und sport, Heft 11/2008, ab dem 8. Mai im Handel.

Außerdem noch folgende Themen:
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