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Ferrari nur Durchschnitt

Tombazis sieht noch Luft nach oben

Foto: xpb 21 Bilder

Obwohl der neue Ferrari zum Start der neuen Saison deutlich konkurrenzfähiger als im Vorjahr ist, will in Maranello keine Euphorie aufkommen. Chefdesigner Nikolas Tombazis gibt seinem Team bei den ersten vier Rennen nur die Note sechs von zehn.

07.05.2013 Tobias Grüner

Bei Ferrari weiß man nicht so recht, was man von der aktuellen Saison halten soll. Zwar haben die Italiener eindeutig ein besseres Auto gebaut als im Vorjahr, mit dem Fernando Alonso auch schon einen Sieg und einen zweiten Platz eingefahren hat. Doch in der Gesamtbilanz stehen für den Spanier nur vier Pünktchen mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor zwölf Monaten.

"Wenn ich einen Note für unsere Leistung abgeben müsste, würde ich sechs von zehn Punkten wählen", erklärte Chefdesigner Nikolas Tombazis vor dem Europa-Auftakt in Barcelona. "Wir sind immer noch nicht da, wo wir sein wollen. Wir waren in den ersten vier Rennen noch nicht in der Lage, um Pole Positions zu kämpfen, was momentan eines unserer Hauptziele ist."

Außerdem verhagelten kleine Probleme die Bilanz. In Malaysia krachte Alonso in das Heck von Vettel und fiel aus. In Bahrain sorgte ein Problem mit dem DRS-Heckflügel für eine magere Punkteausbeute. "Trotzdem können wir optimistisch in die Zukunft blicken", bleibt Tombazis wegen des konkurrenzfähigen Autos zuversichtlich.

Ingenieure haben mehr Zeit zum Nachdenken

Der Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen. "Wir haben unsere Arbeitsabläufe geändert und uns organisatorisch neu aufgestellt. Parallel haben wir unsere Ausrüstung verbessert. Das hat dazu geführt, dass wir jetzt besser verstehen, wie das Auto in bestimmten Details funktioniert."

Die Ingenieure hätten nun die Möglichkeit, kreativer zu arbeiten. Außerdem habe man festgestellt, dass in einigen Abteilungen zu wenig Leute beschäftigt waren, was den Druck auf den Einzelnen erhöhte. "Den Mitarbeitern bleibt nun mehr Zeit, darüber Nachzudenken wie man das Auto schneller macht", so Tombazis.

Es gebe allerdings noch Luft nach oben. Man sei erst auf halben Weg zum avisierten Ziel. Die verschiedenartigen Strecken und Wetterbedingungen in den ersten vier Rennen haben den Ingenieuren gezeigt, wo man im Vergleich zu Konkurrenz noch aufholen kann. "Je nach Streckenlayout waren wir mal stärker und mal schwächer. Deshalb erwarten wir auch in den nächsten Rennen kein konstantes Level."

Großes Ferrari-Update für Barcelona

Für das nächste Rennen ist der Grieche aber optimistisch. "Wie die meisten unserer Konkurrenten haben wir nach drei Wochen Pause auch ein Update-Paket für Barcelona. Das umfasst die Verkleidung, den Unterboden und die Flügel. Die Schwierigkeit besteht nun darin herauszufinden, ob die Neuerungen auf der Strecke so gut funktionieren, wie erhofft. Deshalb lautet unser Ziel, am Freitagabend genau zu wissen, was wir für das Rennen nutzen können."

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