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Ferrari nur in der dritten Reihe

Beide Red Bull vor den roten Rennwagen

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Malaysia 2016 Foto: xpb 40 Bilder

Mercedes war außer Reichweite, Red Bull zumindest in Sicht: Für Ferrari reichte es im Qualifying zum GP Malaysia 2016 nur für die dritte Startreihe. Im Rennen wollen Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen wenigsten die Reihenfolge mit den Red Bull drehen.

01.10.2016 Andreas Haupt

2015 feierte Sebastian Vettel seinen ersten Sieg für Ferrari in Malaysia. Es war ein viel umjubelter. Damals ging der Heppenheimer vom zweiten Startplatz aus in die Hitzeschlacht mit 56 Runden. Eineinhalb Jahre später startet Vettel von der fünften Position. Hinter beiden Mercedes und beiden Red Bull. Auf Platz drei fehlten 0,164 Sekunden. Auf die Pole-Position über sieben Zehntel.

Niederlage deutete sich am Samstagmorgen an

Es hatte sich schon im dritten Training angedeutet. Schon da waren beide Mercedes vor dem SF16-H des viermaligen Weltmeisters. Wie schon am Vortag. Der Unterschied: Max Verstappen zog im Red Bull vorbei. Daniel Ricciardo lag noch dahinter, weil er seine schnellste Runde nicht richtig zusammenbekam. Drei Stunden später unterlag Ferrari seinem Rivalen um den zweiten Platz in der Team-WM. Mit beiden Autos. „Wir müssen zugeben, dass Red Bull über das gesamte Qualifying einfach ein bisschen schneller war als wir“, äußerte sich Vettel. „Alles in allem war die Session aber okay.“

Vettel wollte nichts davon wissen, dass Ferrari wieder einmal nur die dritte Kraft im Feld sei. „Mercedes ist ein bisschen weit weg. Aber zwischen uns und Red Bull geht es eng zu. Mir haben ja nur eineinhalb Zehntel gefehlt. Manchmal sind sie ein bisschen stärker, mal wir. Das wechselt sich in den letzten Rennen ab.“

Daniel Ricciardo gab sich überrascht: „Nach dem Freitag hätte ich nicht erwartet, dass wir mit beiden Autos vor Ferrari stehen.“ Auch Helmut Marko war sich vor dem Qualifying nicht sicher, ob man auf eine Runde die roten Rennwagen schlagen könne. „Im Dauerlauf sind wir vor ihnen“, sagte der Red Bull-Teamberater. Vettel will ihm im Rennen das Gegenteil beweisen. „Unser Hauptziel bleibt es, sie zu besiegen. Und wenn sich sogar eine Chance gegen Mercedes auftut, werden wir alles geben“, erklärte Vettel.

Vettel glaubt an unterschiedliche Strategien

Die erste Chance besteht am Start. Wenn es auf den ersten Metern nicht klappt, muss wohl die Strategie helfen. Pirelli schreibt für das Rennen den Einsatz des harten Reifensatzes vor. Die Top 10 starten auf den weichen Sohlen. „Aktuell sieht es ziemlich locker nach einem Zweistopprennen aus“, meint Ricciardo. Mit der Reifenfolge soft-soft-hart. Oder soft-hart-soft für Red Bull, die den einen Satz frischer weicher Reifen als Joker haben. Vettel glaubt an die Möglichkeit unterschiedlicher Strategien. Im Vorjahr war es Ferraris größter Trumpf mit weicheren Gummis und mit zwei Stopps über die Distanz zu kommen. „Es hängt von den Bedingungen ab. Schon eine Wolke könnte die Streckentemperaturen sinken lassen und die Reifensituation verändern. Und es kommt darauf an, wie man sich auf welchem Reifentyp wohl fühlt. Es könnte unterschiedliche Ansätze geben.“

Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen hatte Vettel nicht. Im Gegensatz zu Kimi Räikkönen. „In meinem zweiten Run von Q3 bin ich in der Einführungsrunde in den Verkehr gekommen. Deshalb bekam ich Schwierigkeiten mit den Reifen. Das hat mich in Kurve eins Zeit gekostet. Ich habe später versucht, etwas gutzumachen. Aber das hat nicht funktioniert“, berichtete der Finne. Er brach den Versuch ab und rollte in die Boxenstraße. Also blieb die Rundenzeit seines ersten Versuches stehen. Dieser war 48 Tausendstel langsamer als Vettels Zweiter Anlauf in Q3.

Red Bull vor der Nase und Mercedes enteilt. Vettel stellt sich trotzdem demonstrativ weiter vor sein Team. Eine Eigenschaft, die schon Michael Schumacher auszeichnete. „Klar waren unsere Erwartungen vor der Saison höher. Wir mussten lernen, dass wir unsere hochgesteckten Ziele nicht erreichen können. Viele Rennen sind nicht nach Plan gelaufen. Aber wir sind uns als Team treu geblieben.“

Auch die Entscheidung der Ferrari-Strategen, im ersten Quali-Durchgang mit Medium-Reifen auszurücken, und später auf Soft zu wechseln, obwohl die Zeit auf der härteren Mischung gereicht hätte, verteidigte Vettel. „Wenn es schief gelaufen wäre, wären wir die Deppen gewesen. Es war die richtige Entscheidung.“ Red Bull wählte den gleichen Einsatz, beließ es aber beim Run auf der Medium-Mischung. „Unsere Computer hatten eine Zeit von 1:35.0 Minuten berechnet, mit der man auf der Kippe gestanden hätte. Da waren wir locker drunter“, so Ricciardo.

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