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Ferrari nur in dritter Startreihe

Autos vom Wind beeinträchtigt

Sebastian Vettel - Ferrari - GP England - Silverstone - Qualifying - Samstag - 4.7.2015 Foto: xpb 58 Bilder

Für Ferrari war das Ergebnis im Qualifying zum GP England ein Rückschlag. Dass Mercedes die erste Startreihe einnehmen würde, war vorhersehbar. Jedoch sah man sich in der Verfolger-Rolle. Doch dann kamen Williams, der Wind und Fehler.

04.07.2015 Andreas Haupt

Ferrari war am Samstag nur die dritte Kraft im Feld. Wie gewohnt in dieser Saison hinter Mercedes. Allerdings schob sich im Qualifying auch noch Williams vor den zweiten der Konstrukteurs-WM. So blieben für Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel nur die Ränge fünf und sechs.

"Mercedes fährt in eigener Welt"

Der Rückstand auf die Pole-Zeit betrug für den schnelleren der beiden Ferrari-Piloten bereits 1,131 Sekunden. Vettel fasste im entscheidenden Teil der Qualifikation 1,299 Sekunden auf, was ihn zu folgender Aussage brachte: "Die zwei Autos vorne fahren in einer anderen Welt." Da hat der viermalige Weltmeister Recht.

Mit einem Angriff von Ferrari auf die Silberpfeile war nach den Trainingseindrücken nicht zu rechnen. Aber sowohl Vettel als auch Räikkönen sahen sich vor Williams. "Sie haben uns überrascht, wenn man die Zeiten von gestern zu Grunde legt. Aber es scheint so wie im letzten Jahr zu sein. Da waren sie am Freitag auch im Nirgendwo, und am Samstag und Sonntag richtig schnell", sagte Vettel.

Im Qualifiying fehlten Räikkönen auf den drittplatzierten Felipe Massa 0,268 Sekunden, Vettel über vier Zehntel. Für die Niederlage hatten die Piloten aber Erklärungen. "Das Gefühl im Auto war nicht wie in den Freien Trainings. Wir haben nicht das Maximum aus unserem Paket gemacht. Dazu hatte ich einen Fehler in meiner schnellsten Runde", äußerte Vettel.

Räikkönen sieht Wind als einen Schuldigen

Räikkönen nannte die äußeren Bedingungen als einen entscheidenden Faktor. "Die windigen Bedingungen sind ganz und gar nicht gut für uns." Zur Erklärung: Ein Auto mit weniger Abtrieb hat mit windigen Verhältnissen generell mehr zu kämpfen als eines mit viel Anpressdruck. Das lässt einerseits den vergrößerten Unterschied zwischen Mercedes und Ferrari erklären. Andererseits bringt Mercedes die härtesten Pirelli-Garnituren besser ins ihr Arbeitsfenster als jeder andere im Feld.

Auch das Update-Paket mit einem neuen Frontflügel und Änderungen am Diffusor haben Ferrari nicht näher gebracht. Hat man sich eher zurückentwickelt? Räikkönen wiegelt ab: "Es hängt viel mit dem Streckenlayout, den äußeren Bedingungen und vom Reifentyp ab."

Platz drei wäre drin gewesen

Der Weltmeister von 2007 klagte: "Es war ziemlich schwierig wegen des Windes. Mal ist die eine Runde fein, die nächste wirst du wieder überrascht vom Wind. Das war ein bisschen ein Ratespiel." Daher passierte es ihm auch, dass er im finalen Teil auf keinem der beiden schnellen Versuche auf den Mediums eine richtig gute Runde zusammenbrachte. "Mit den zwei Reifensätzen in Q3 habe ich es nicht geschafft, meine besten Sektoren in eine Runde zu packen. Wenn ich das geschafft hätte, wäre Platz drei drin gewesen."

Immerhin konnte Räikkönen zum zweiten Mal nach Kanada seinen Teamkollegen im Qualifying hinter sich lassen. Für ihn aber kein Grund, in Jubel auszubrechen. "Es ist mir egal, ob ich vor oder hinter ihm stehe, wenn wir Fünfter und Sechster werden. Die Zahlen interessieren mich nicht."

Im Rennen wird es schwierig für Ferrari, an Williams vorbeizuziehen. Viele Experten gehen von einem Einstopp-Rennen aus. Auch wenn Pirelli-Sportchef Paul Hembery von zwei Besuchen bei den Mechanikern spricht. "Unser Plan ist es, schneller als Williams zu fahren, und sie auf der Strecke zu überholen. Das dürfte aber schwer werden. Sie sind gewöhnlich sehr schnell auf den Geraden. In Bahrain und Österreich hatte ich keine Chance, an Bottas oder Massa vorbeizuziehen. Kimi ging es in Spanien so."

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