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Formel 1: Ferrari-Motoren

Keine Bedenken wegen Zuverlässigkeit

Felipe Massa Foto: xpb 63 Bilder

Am Rennsonntag von Malaysia gingen innerhalb von zwei Stunden drei Ferrari-Triebwerke kaputt. Schon in Bahrain klagte die Scuderia über Probleme am Motor. Allerdings haben die Fälle keine gemeinsame Ursache, wie nun bei einer internen Analyse herausgekommen ist.

13.04.2010 Tobias Grüner

Fernando Alonso bezeichnete es als das Rennen seines Lebens. Den Zuschauern wurde allerdings erst nach seinem Ausfall zwei Runden vor Schluss klar, warum der Spanier so kämpfen musste. Sein Getriebe spielte direkt nach dem Start verrückt. Nur mit Gewalt konnte der zweifache Champion die Zahnräder in die gewünschte Position bringen. In einer großen Rauchwolke musste sich der Ferrari-Pilot schließlich von den hart erkämpften Punkten verabschieden.

"Fernandos Motor hat einen strukturellen Schaden erlitten, den wir so in diesem Winter noch nie gesehen haben", erklärt Motorenchef Luca Marmorini das Ergebnis einer internen Analyse. "Wir glauben, dass die ungewöhnliche Art, wie der Fahrer den Motor während des Rennens behandelte, eine Rolle gespielt hat."

Motorenprobleme auch bei Sauber

Dabei war das Triebwerk von Alonso nicht der erste Ferrari V8, der am Rennsonntag in Sepang einiging. Schon in der Einführungsrunde blieb Sauber-Pilot Pedro de la Rosa stehen. Später erwischte es auch den zweiten Sauber von Kamui Kobayashi. "Es gibt keine Verbindung zu dem Problem von Sauber", stellt Marmorini klar. Der Ingenieur vermutet hinter dem Doppelausfall des Kundenteams Probleme mit den Elektronik-Sensoren."

Schon in Bahrain hatte Ferrari über Probleme mit den Motoren geklagt. Als Vorsichtsmaßnahme hatte man die V8-Aggregate kurz vor dem Rennen noch einmal ausgetauscht. Im Rennen hatte man dann erneut Probleme mit der Temperatur: "Aus Vorsicht haben wir uns dafür entschieden, die Renntriebwerke aus Bahrain nicht in Melbourne zu benutzen. Aber in China werden sie wieder eingebaut, nachdem sich gezeigt hat, dass sie einsatzbereit sind."

Weiter Arbeit an Verbrauch und Zuverlässigkeit

Insgesamt ist Motorenmann Marmorini zufrieden mit der Gesamtleistung seines Teams. Beruhigt zurücklehnen können sich die Ingenieure allerdings nicht. Obwohl sich die Arbeit an den Motoren wegen der eingefrorenen Entwicklung in Grenzen hält, versuchen die Techniker die Leistung zu verbessern. "Unsere Arbeit konzentriert sich vor allem auf den Verbrauch und die Zuverlässigkeit", beschreibt der Italiener die Aufgabenstellung.

In Shanghai wartet keine besonders harte Strecke auf die Triebwerksingenieure. "Es gibt eine lange Gerade, die aber keine besonderen Sorgen machen sollte. Die Außentemperatur ist außerdem relativ gering, was uns das Leben etwas leichter macht."

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