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Ferrari-Party in Singapur

"Mercedes war zu lange zu stark"

Sebastian Vettel - GP Singapur 2015 Foto: xpb 93 Bilder

Sebastian Vettel hat die Mercedes-Übermacht im Qualifying gestoppt. Nach seiner ersten Pole Position im Ferrari gab sich der Heppenheimer überschwänglich. Trotz des großen Vorsprungs warnt er vor einem Comeback der Silberpfeile.

19.09.2015 Tobias Grüner

45 Mal hatte Sebastian Vettel in seiner Karriere auf Pole Position gestanden. Doch solch einen Jubel wie nach Pole Position Nummer 46 hat man beim Heppenheimer nur selten gesehen. In der Auslaufrunde soll er sogar zu singen begonnen haben, berichtet Technikchef James Allison.

Normalerweise zeigt Vettel in der Qualifikation nicht ganz so viele Emotionen. Stets betont er, dass die Punkte erst am Sonntag vergeben werden. Doch dieses Mal wurde schon am Samstag ein wenig gefeiert. "Da ist das Adrenalin wohl mit mir durchgegangen", grinste der Hesse.

Vettel mit Super-Runde auf Pole Position

Seine Ferrari-Mannschaft feierte mit. In der roten Box gab es spontanen Applaus. Dazu hatten die Mechaniker auch allen Grund. Zum einen war die letzte Pole Position in Hockenheim 2012 schon mehr als 3 Jahre her. Und zum zweiten hatte Vettel den ersten Startplatz mit einer meisterlichen Runde herausgefahren. Fast eine halbe Sekunde brummte er dem zweitplatzierten Daniel Ricciardo auf.

Mercedes sah von Ferrari nicht einmal den Heckflügel. Anderthalb Sekunden betrug der Abstand auf die Silberpfeile. Das kam auch für Vettel überraschend: "Ich habe erwartet, dass es so weiter geht wie zuletzt. Mercedes war zu lange zu stark. Ich weiß nicht, was bei ihnen heute los war. Bis heute früh habe ich noch gedacht, dass sie nur bluffen."

Noch keine Trendwende im Duell gegen Mercedes

An eine Trendwende glaubt der vierfache Weltmeister aber noch nicht. "Ich denke sie werden schon morgen wieder sehr schnell sein. Das wird ein hartes Rennen. Ich freue mich aber schon darauf. Hoffentlich klappt beim Start alles und es geht ohne Zwischenfälle in die erste Kurve."

Auch Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene wollte die erste Pole Position nach 61 Rennen nicht überbewerten. "Die Formkurve ändert sich von Strecke zu Strecke. Singapur ist für uns ideal. Japan ist nächste Woche schon wieder nicht mehr so gut. Und wir dürfen nicht vergessen, dass heute erst Samstag ist."

Für Mercedes hatte der Italiener nur Lob übrig: "Ich rede nicht gerne über andere Teams. In Sachen Punkten sind sie noch weit oben. Sie sind das stärkste Team in diesem Jahr." Auch Technikchef Allison hatte keine Erklärung für den großen Rückstand der silbernen Konkurrenz: "Der Abstand zu Red Bull ist mehr oder weniger wie erwartet. Die Lücke zu Mercedes ist überraschend groß."

Räikkönen ohne Vertrauen ins Auto

Überraschend groß war auch der Abstand zwischen den beiden Ferrari-Piloten. Vettel brummte Kimi Räikkönen fast 8 Zehntel auf. "Ich habe nicht das richtige Gefühl beim Bremsen und beim Einlenken gehabt. Wenn man bedenkt, wie schwierig der Tag für mich war, dann ist das Ergebnis noch in Ordnung", grummelte der Iceman als Entschuldigung.

Vettel nahm seinen Teamkollegen in Schutz: "Eine reine erste Ferrari-Startreihe war heute möglich. Aber wie Kimi schon sagte, hat er sich im Auto nicht so wohl gefühlt. Und wenn man kein Vertrauen hat, dann macht das hier einen großen Unterschied. Je besser man sich fühlt, desto näher kann man an die Mauern ranfahren. Es ist keine einfache Strecke, aber deshalb mag ich sie auch so sehr."

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