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Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo rechnet ab

Wer bekommt das Traumauto LaFerrari?

Luca di Montezemolo Foto: Ferrari 32 Bilder

Wieder ein Jahr, in den Ferrari nur zweiter Sieger war. Präsident Luca di Montezemolo kann die Hiobsbotschaften schon nicht mehr hören. Er macht drei Gründe für das Scheitern verantwortlich und fordert Besserung.

21.12.2013 Michael Schmidt

Ferraris ganzer Stolz heißt "LaFerrari". Das beste und teuerste Straßenauto, das Maranello je gebaut hat. Das 963 PS starke Geschoss kostet eine Millionen Euro plus Steuern. Nur 499 Kunden bekommen der Super-Ferrari, handverlesen von Präsident Luca di Montezemolo. Warum wir das hier erzählen? 498 sind schon verkauft. Einer wartet noch auf seinen Abnehmer. Wenn Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen 2014 die Formel -Weltmeisterschaft gewinnen, dann haben sie sich für den Kauf der Firmen-Ikone qualifiziert. Die Kunden, die schon die Zusage haben, mussten in ihrem bisherigen Leben mindestens fünf Ferrari gekauft haben.

"Ich bin es leid, immer nur Zweiter zu werden"

In schlechten Zeiten bleibt Luca di Montezemolo nichts anderes übrig als in der Historie zu kramen. Seit er Ferrari vorsteht haben die roten Autos 378 Grand Prix bestritten, 118 davon gewonnen und sechs Fahrer- sowie acht Konstrukteurstitel davongetragen. Doch die letzte Weltmeisterschaft datiert aus dem Jahr 2007. Seitdem wird Ferrari meistens nur zweiter Sieger. "Drei Mal in vier Jahren wurde Fernando Zweiter, zwei Mal davon erst im letzten Rennen geschlagen", meint Ferraris Capo bitter. "Ich bin es leid, immer nur Zweiter zu werden."

Rückkehr zu 2012er Reifen hat Ferrari geschadet

Montezemolo führt drei Gründe an, warum es auch 2013 nicht geklappt hat: "Unser Auto hat sich in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr weiter entwickelt. Die Rückkehr zu den 2012er Reifen hat uns geschadet. Und Felipe Massa hat zu wenig Punkte eingefahren. Deshalb sind wir in der Markenwertung nur Dritter geworden." Man trennt sich ohne Groll: "Felipe hatte acht Jahre bei uns. Er braucht eine Luftveränderung und wir auch."

Kimi soll die Punkte bringen, die Massa liegenließ

Fernando Alonso soll es jetzt 2014 richten. Oder Kimi Räikkönen. Der Präsident hat sich von seinem Teamchef Stefano Domenicali überzeugen lassen, dass Kimi der richtige Partner an der Seite von Alonso ist. "Wir hatten die Wahl zwischen jung und schnell oder erfahren und schnell. Die 2014er Saison wird mit neuen Autos und neuen Regeln extrem schwierig. Da brauchen wir einen, der die Routine hat, die Rennen zu verstehen. Domenicali hat mir versichert, dass Kimi extrem motiviert und konzentriert ist. Wir wissen alle, wie er im Rennen aufblüht. Er ist ein Garantieschein für WM-Punkte, und er ist in der Lage, Alonsos Gegnern Punkte wegzunehmen. Wir wollen nicht, dass Fernando immer auf sich alleine gestellt ist."

Keine Probleme mit Alonso gegen Räikkönen

Hört man aus diesen Worten heraus, dass Alonso die heimliche Nummer eins im Team ist? Montezemolo wiegelt ab: "Beide Fahrer kennen unsere Spielregeln. Bei uns fährt keiner für sich selbst. Im Vordergrund steht immer Ferrari. Viele Leute fragen mich, ob ich in der Paarung Alonso/Räikkönen ein Risiko sehe. Ich sage Ihnen etwas. Ich habe zu einer Zeit im Motorsport begonnen, da gab es noch echte Risiken, da sind Rennfahrer noch gestorben. Dagegen ist das, was wir haben, nichts. Wir haben Lauda und Regazzoni im Griff gehabt, auch Berger und Alesi. Deshalb erwarte ich keine Probleme."

2014 wird alles besser

Also wurde das große Ziel wieder einmal auf das nächste Jahr vertagt. Montezemolo erklärt, warum Ferrari besser dasteht. "Es ist ein Start bei Null. Mit einer interessanten Technologie. Im nächsten Jahr wird nicht nur die Aerodynamik eine Rolle spielen, sondern auch der Motor und der Antriebsstrang. Das sind Ferraris Hoheitsgebiete. Unser Windkanal ist jetzt auf dem letzten Stand. Und auch beim Simulator haben wir stark aufgerüstet. Dazu haben wir eine Fahrerpaarung, die für die großen Herausforderungen die ideale Besetzung ist."

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