Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Illegaler Heckflügel bei McLaren?

Ferrari und Red Bull zweifeln an McLaren

McLaren MP4-25 Foto: McLaren 30 Bilder

Kurz vor der Formel 1-WM droht ein neuer Streit zwischen den F1-Teams. Nach britischen Medienberichten haben Ferrari und Red Bull die FIA angerufen. Knackpunkt ist der Heckflügel von McLaren, der möglicherweise nicht den Regeln entspricht.

04.03.2010 Tobias Grüner

Ferrari und Red Bull gegen McLaren - so heißt das Duell, dass angeblich gerade über die FIA ausgefochten wird. Grund für den Streit ist der Heckflügel an den Autos von Lewis Hamilton und Jenson Button, der im Verdacht steht, illegal zu sein. Schon in den vergangenen Wochen hatte das Thema bei den Testfahrten für Aufregung im Fahrerlager gesorgt.

Strömungsabriss bei Top-Speed

Das große Problem an der Sache: Keiner weiß so genau, was McLaren mit seiner aufwändigen Konstruktion bezweckt. Die Konkurrenz vermutet, dass durch die Airbox und durch die lange Finne Luft zum Heckflügel geleitet wird, die dann durch Schlitze im Flügel wieder entweicht. Dadurch soll der Luftfluss so abgelenkt werden, dass die Strömung bei hohen Geschwindigkeiten abreißt. In der Theorie würde dadurch der Luftwiderstand sinken und die Endgeschwindigkeit auf langen Geraden steigen.

Die Sache hat nur einen Haken: Wie verhindert man, dass die Strömung auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten oder in schnellen Kurven abreißt, wenn der Abtrieb des Flügels dringend benötigt wird? Die Spekulationen gehen hier von automatischen Ventilen, flexiblen Klappen bis hin zu einem System, bei dem der Fahrer im Cockpit den Lutftfluss durch die Airbox manuell steuern kann.

Red Bull und Ferrari fragen die FIA

"Wir haben die FIA um eine Klärung der Sachlage gebeten", erklärt Red Bull-Teamchef Christian Horner gegenüber dem englischen "Telegraph". "Aber um ehrlich zu sein denke ich, dass Ferrari daran noch mehr interessiert ist als wir."

Inwieweit sich Ferrari an der Angelegenheit beteiligt, ist allerdings noch unklar. Das englische Magazin 'Autosport' zitierte einen McLaren-Sprecher mit den Worten: "Wir haben keine Ahnung von irgendeinem Protest. Wir haben sogar mit Ferrari gesprochen und sie wissen auch nichts davon."

Unklar ist auch, ob der Anruf bei der FIA überhaupt eine Lösung bringt: Das Problem bei solchen Anfragen ist, dass der Weltverband den Teams nicht von sich aus erklären darf, wie das McLaren-System funktioniert. Die Teams müssen in ihrem Antrag selbst einen bestimmten Sachverhalt darstellen. Die technischen Delegierten bestätigen dann nur, ob das vorgestellte Prinzip erlaubt ist oder nicht.

McLaren glaubt an legalen Heckflügel

Horner: "Unsere Frage ist einfach, ob es sich dabei um ein cleveres Design handelt oder ob es gegen das Reglement verstößt." Große Hoffnung auf ein Verbot des Systems hat der Red Bull-Mann offensichtlich nicht: "Sie müssen sich sehr sicher sein, dass es legal ist. Deshalb würde ich wohl auch eher denken, dass es erlaubt ist." Nach Angaben Horners arbeite Red Bull selbst bereits an einem ähnlichen System, um schnell zu reagieren, falls die FIA ihren Segen gibt.

Die ganze Geschichte erinnert stark an den Streit zum Saisonauftakt im Vorjahr. Mit Protesten versuchten damals einige Teams den Doppeldiffusor für illegal erklären zu lassen. Doch die FIA erlaubte den doppelten Unterboden letztendlich.

Umfrage
Wer gewinnt beim Saisonauftakt in Bahrain?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden