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Ferrari

Rettung durch die Wundernase?

Foto: Ferrari 7 Bilder

Red Nose-Day bei Ferrari. Ein neues Aero-Paket mit einem komplett neuen Frontflügel soll die Roten kurz vor dem Saisonbeginn in Bahrain (12.3.) wieder nach vorn bringen. Heimlich testete Michael Schumacher den neuen Flügel in der vergangenen Woche in Bahrain - mit großem Erfolg.

28.02.2006 Markus Stier

Als Honda am Donnerstag (23.2.) in Bahrain einpackte, fing Ferrari erst richtig an. Am Freitag schraubten die Mechaniker erstmals das neue Aerodynamik-Paket an den 248 F1. Michael Schumacher gelang erstmals eine Zeit, mit der er an die Bestmarken des zwei Jahre alten Referenz-Autos herankam, mit dem Felipe Massa in den Tagen zuvor unterwegs war.

Die neue Aerodynamik ist vor allem an der Nase des Autos zu erkennen. Statt dem relativ geraden Frontleitwerk mit einem vorgesetztem Flügel kommt nun ein in der Mitte extrem tiefgezogener Flügel zum Einsatz. Die neue Nase ist zudem ein Doppeldecker. Während Renault mit kleinen Zusatzflügeln an den Flügelenden 2005 einen neuen Trend setzte, zogen die Ferrari-Aerodynamiker die oberen Profile von den Seitenplatten bis zur Nase durch.

Auf Betreiben von Ross Brawn veröffentlichte Ferrari nur ein einziges Bild vom letzten Testtag in Bahrain. Die Konkurrenz soll erst möglich spät die Geheimnisse der neuen Aerodynamik entdecken.

Steigerung von 1,2 Sekunden

Im Vergleich zu den Vortagen steigerte sich Michael Schumacher mit dem überarbeiteten 248 F1 innerhalb von 24 Stunden um satte 1,2 Sekunden. Dabei war die Bestzeit von 1:30,7 Minuten kein Blendwerk. Der Rekord-Weltmeister fuhr zum Vergleich kurz vor Testende noch einmal den F2004 mit gleicher Benzinmenge. Das neue Auto war um zwei Zehntelsekunden schneller.

Dieser Vergleich sorgte trotz der Probleme bei Bridgestone und Defekten an der Kraftübertragung für entspannte Mienen bei den Roten. In den vergangenen zwei Monaten wurde der F2004 als rasender Spion eingesetzt. Mit dem alten Auto und seiner freizügigeren Aerodynamik trat man gegen die restliche Konkurrenz an und sah auf den Zeitenlisten meist gut aus.

Intern war der der letzte überragende Erfolgsrenner die Messlatte für den neuen Wagen. Der 248 F1 sollte trotz strengerer Aerodynamik-Regeln die gleichen Abtriebswerte schaffen wie der F2004. Am Freitag in Bahrain hieß es: Mission erfüllt. Ross Brawn rechnet hoch: Das alte Auto fuhr in der Sakhir-Wüste mit gedrosseltem V10 knapp schneller als die vielversprechenden Honda. Also sollte auch der überarbeitete 248 F1 schneller sein.

Kupplungsproblem lösbar

Die Kupplungsprobleme sind laut Brawn lösbar. Beim neuen Auto wanderte die Kupplung von der Getriebe-Seite auf die Kurbelwelle. Mehr Masse an der Kurbelwelle verringert deren Vibrationen. Andererseits wurden aber nun die Kupplungssensoren so durchgerüttelt, dass sie falsche Werte maßen, was zu verpatzten Schaltmanövern und Getriebeschäden führte. "Mit flexibel montierten Sensoren sollte das Problem behoben sein", sagt Brawn.

Was die Reifen angeht, spekuliert Ferrari auf das Wetter. Die Bridgestone-Kunden hoffen, dass bei deutlich wärmeren Temperaturen auch die Haftungs-Probleme schwinden. Nun muss es nur noch in Mugello aufhören zu regnen. Zur Zeit hindern Nebel und Wasser auf der Piste Schumacher an der Feinabstimmung des Autos mit neuer Aerodynamik.

Welche Klimmzüge die Konkurrenz wenige Wochen vor dem ersten freien Training noch unternommen hat, lesen sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 6, ab 1. März im Handel.

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