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Rückstand auf Mercedes verkürzt

Ferrari: "Wir sind näher dran"

Ferrari - Sebastian Vettel - Formel 1- GP Brasilien 2015 Foto: xpb 25 Bilder

Bei Ferrari ist man sich einig: Man ist näher an Mercedes dran, als man es die ganze Saison über war. Das lese man aus den Daten. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen kamen auf Platz drei und vier ins Ziel.

15.11.2015 Bianca Leppert

Wenn man nicht gewinnen kann, muss man sich andere Ziele setzen. Bei Ferrari heißt dieses Ziel schon die ganze Saison: auf Mercedes aufschließen. Bei noch einem ausstehenden Rennen meinen die Italiener, dieses Vorhaben erfolgreich geschafft zu haben. In einem recht unspektakulären Rennen ohne Zwischenfälle landeten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen auf den Positionen drei und vier. Vettel fehlten am Ende 6,448 Sekunden auf Lewis Hamilton auf Rang zwei.

Motor als entscheidendes Element

"Es war ein gutes Rennen für uns", sagte der viermalige Weltmeister. "Der Start war okay, aber nicht besser als der von Nico und Lewis. Sie waren einfach schneller. Aber von der Pace her waren wir hier näher dran als in den vergangenen Rennen. Das kommt auch daher, dass wir am Motor hart gearbeitet haben."

Auch Teamchef Maurizio Arrivabene lobt die Mitarbeiter in der Motoren-Abteilung. "Das ist das Herz unseres Auto. Und ich muss mich beider Motoren-Abteilung bedanken, was sie für eine Verbesserung seit letztem Jahr geschafft haben."

Einer Marke wie Ferrari reicht es aber natürlich nicht aus, davon zu zehren, auf die Konkurrenz aufgeholt zu haben. Das betont der Chef der italienischen Mannschaft deutlich: "Wir wollten nicht näher dran sein, sondern vor ihnen. Näher dran sind wir jetzt schon."

Schaut man in die Tabelle der schnellsten Rennrunden, fehlen dem viermaligen Weltmeister 0,214 Sekunden auf Hamilton und 0,089 Sekunden auf Rosberg. Die Bestzeit im ersten Sektor geht an Vettel. Die beiden anderen Sektoren an Lewis Hamilton. Vor allem im dritten Sektor hatte Vettel den meisten Zeitverlust zu beklagen. In Mexiko betrug der Abstand noch 1,326 Sekunden, in USA 0,664 Sekunden.

War Mercedes am Limit?

Arrivabene ist sich sicher, dass Mercedes nicht spazieren gefahren ist. "Sie haben hart gepusht. Bis auf die letzten drei bis vier Runden. Das sagen uns unsere Daten." Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist sich dem Potenzial des Traditions-Teams bewusst: "Wenn du mit sieben Sekunden Vorsprung gewinnst, ist das kein dominanter Sieg. Ferrari ist definitiv Konkurrenz."

Während Sebastian Vettel mit drei Stopps das Rennen beendete, holte man Kimi Räikkönen nur zwei Mal an die Box. Die Entscheidung Vettel für einen Stint auf weichen Reifen rauszuschicken, fiel während des Rennens. "Der Unterschied zwischen Variante A und B war nicht so groß, deshalb wollten wir es versuchen und aggressiver sein", sagt Arrivabene.

Iceman zufrieden mit Strategie

Wieder einmal hatte Kimi Räikkönen das Nachsehen gegenüber seinem Teamkollegen. Der Finne lief mit 33,299 Sekunden Rückstand auf Vettel im Ziel ein. "Kimi hat nur zwei Mal gestoppt", meint der Ferrari-Häuptling. "Bei ihm war der Reifenabbau viel höher. Deshalb haben wir bei Sebastian getauscht, wollten Kimi aber auf der anderen Variante lassen, um es abzudecken. Sebastian hat aber auch richtig gepusht."

Der "Iceman" konnte gut mit der Entscheidung leben. Er hätte sich keine andere Strategie gewünscht. "Es hätte am Ende wohl kein anderes Ergebnis gebracht", meint er. "Insgesamt war es ein langweiliges Rennen für mich. Auf dem neuen Reifen war es okay, aber auf den gebrauchten war es auf der Vorderachse tricky."

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