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Ferraris Schwachstelle

Krise öffnet Ferrari die Augen

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Deutschland 2016 - Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Ferrari hatte am Hockenheimring zu keiner Phase eine Chance gegen Mercedes und Red Bull. Doch die Roten wissen, jetzt was dem Auto im Vergleich zur Konkurrenz fehlt. Die Krise öffnete den Analysten bei Ferrari die Augen.

31.07.2016 Michael Schmidt 5 Kommentare

Es ist die vierte Niederlage in Folge. Dass Mercedes vorne liegt, daran hat man sich bei Ferrari gewöhnt. Doch jetzt hat auch noch Red Bull einen Lauf. In Spielberg, Silverstone, Budapest und Hockenheim lag immer mindestens ein Red Bull vor den Ferrari.

In Hockenheim mussten Sich Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hinter beiden Red Bull anstellen. In den letzten 4 Rennen hat Red Bull 51 Punkte auf seinen Gegner im Kampf um Platz 2 gutgemacht.

In Hockenheim funktionierte noch nicht einmal die alte Regel, dass Ferrari sich im Rennen steigern kann. Vettel fehlten 19 Sekunden auf Max Verstappen. Auch wenn er in der letzten Runde nicht 7 Sekunden durch einen Ausrutscher in Kurve 1 verschenkt hätte, wäre das Ergebnis nicht gnädiger ausgefallen. „Die Balance hat nicht gepasst. Wir sind heute zu viel herumgerutscht, und haben dadurch das Leben der Reifen verkürzt“, gab Vettel zu.

Konkurrenz entwickelt schneller als Ferrari

Trotzdem erkennt Vettel Licht am Ende des Tunnels. „Die Niederlagen der letzten Rennen haben uns die Augen geöffnet, wo unsere Schwachpunkte liegen. Es ist ein bisschen spät, aber besser als gar nicht.“

Doch warum brauchten die Ferrari-Ingenieure überhaupt so lange, bis ihnen ein Licht aufging? Die Fehler von heute müssen ja auch schon in Melbourne im SF16-H versteckt gewesen sein.

Vettel begründet es damit, dass die Konkurrenz schneller entwickelt hat als man selbst. Solange man das Gefühl hat, es fehle nicht viel auf Mercedes, nimmt man Probleme auch nicht als gravierend wahr. Als aber Mercedes einen Zwischenspurt einlegte und Red Bull ständig näher rückte und jetzt sogar zum Überholen angesetzt hat, werden die Defizite sichtbar. Weil sie plötzlich Erklärungen verlangen. „Wir verstehen jetzt unser Auto viel besser und wissen, wo wir ansetzen müssen“, beteuert Vettel.

Kein Abtriebsgewinn seit Barcelona

Rennleiter Maurizio Arrivabene spezifiziert die Baustellen. „Wir müssen aerodynamisch und beim mechanischen Grip aufholen. Seit dem GP Spanien haben wir keinen Abtrieb mehr dazu gewonnen.“ Man könnte das auch so deuten, dass der Ferrari SF16-H mit seinem Konzept am Ende ist und sich gar nicht mehr weiterentwickeln lässt.

Arrivabene widerspricht: „Mercedes ist unheimlich stark. Die holst du nicht über Nacht ein. Bei Red Bull können wir schneller reagieren. Der Abstand zu ihnen schwankt abhängig von der Strecke und den Bedingungen.“

Je länger die Kurven, umso besser für Red Bull. Bei viel Stop-and-go hat Ferrari eine Chance. Übersetzt heißt das. Der Grip, den der Ferrari produziert, ist vom Kurveneingang bis zum Kurvenausgang nicht konstant.

Neuester Kommentar

@Ciro: Außer bei Hamilton und bei Rosberg ging seit 2014 bei keinem viel.

steeeevo 2. August 2016, 17:46 Uhr
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