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Ferrari-Sieg ändert nichts

"Müssen jetzt zu Felipe stehen"

Fernando Alonso GP Malaysia 2012 Foto: xpb 77 Bilder

Mit einem Ferrari-Sieg im zweiten Rennen hätten wohl nur die wenigsten Experten gerechnet. Selbst im Lager der Scuderia will man den Malaysia-Erfolg durch Fernando Alonso nicht überbewerten. Fahrer und Teamleitung wissen, dass die Bedingungen ordentlich mitgeholfen haben.

25.03.2012 Tobias Grüner

Vor der Saison wurde schon von der roten Gurke geschrieben und jetzt führt Fernando Alonso nach zwei Rennen die WM-Wertung an. Dabei war der Doppelweltmeister aus Asturien in Malaysia eigentlich nur auf Schadensbegrenzung aus. "Es ging darum, so wenig Boden auf die Spitze wie möglich zu verlieren und gut zu punkten. Heute sind es 25 Zähler geworden. Das ist unglaublich, ändert aber gar nichts."

Alonso-Sieg soll das Team motivieren

Bei Ferrari weiß man den Sieg von Sepang richtig einzuschätzen. "Das waren heute besondere Bedingungen draußen auf der Strecke", analysierte Teamchef Stefano Domenicali. "Wir sind immer noch nicht glücklich mit unserer Pace. Aber der Sieg gibt uns etwas Luft. Es ist ein schöner Schub für die Jungs in der Fabrik, die uns so schnell wie möglich nach vorne bringen müssen. Uns fehlen bei trockenen Bedingungen immer noch sieben bis acht Zehntel auf die Spitze."

Den dritten Malaysia-Sieg, immer in verschiedenen Autos, nutzte auch Alonso, um die Mannschaft in Maranello aus der Ferne anzufeuern. "Wir sind noch nicht in der Position, in der wir gerne sein würden. Aber in den nächsten Rennen kommt viel Neues ans Auto, das uns weiter bringen müsste. Wir stehen zusammen im Team und können den Moment auch feiern, aber das ändert nichts an unserer Bereitschaft, das Auto zu verbessern."

Mit der perfekten Reifenstrategie fuhr der Spanier bei schwierigen Bedingungen wieder einmal ein perfektes Rennen. Nach dem Fehler des einzigen ernsthaften Verfolgers, Sergio Perez, war der Weg frei. "Da waren wir wirklich sehr erleichtert", grinste Domenicali. "Aber an den Sieg habe ich erst in der letzten Kurve geglaubt."

Ferrari will Massa noch nicht abschreiben

Der Erfolg von Alonso überstrahlte mal wieder die herbe Niederlage von Felipe Massa. Ferrari ist aktuell ein Ein-Mann-Team. Wie schon in Australien war der Nummer-zwei-Pilot weit von der Pace von Alonso weg. Direkt nach der Zieldurchfahrt begannen die Spekulationen im Fahrerlager, dass Massa durch Sauber-Pilot Perez ersetzte werden könnte. Der Mexikaner stammt immerhin aus dem Ferrari-Nachwuchskader.

Domenicali wollte sich an diesen Spekulationen nicht beteiligen. "Sergio ist ein gutes Rennen gefahren. Aber wir müssen jetzt in dieser schwierigen Zeit zu Felipe stehen. Man hat in der Qualifikation gesehen, dass er einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat. Er muss das Vertrauen zurückgewinnen. Wir müssen jetzt erst einmal sehen, woran es im Rennen gelegen hat. Das Auto ist sicher schwierig zu fahren. Es kann unter bestimmten Bedingungen schnell sein, aber man kann sich damit auch leicht die Reifen zerstören."

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