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Ferrari-Streit wegen Kimi?

"Alles nur Psycho-Spielchen"

Fernando Alonso GP Singapur 2013 Foto: xpb 114 Bilder

Bei Ferrari gibt es momentan nur ein Thema: die bevorstehende Rückkehr von Kimi Räikkönen. Viele Experten erwarten mit dem Finnen Ärger im Team. Fernando Alonso und Teamchef Stefano Domenicali rechnen jedoch nicht mit größeren Problemen.

19.09.2013 Tobias Grüner

Bei Ferrari ist die Stimmung jetzt schon angespannt. Mit den schlechten Ergebnissen gab es zuletzt auch viele negative Schlagzeilen. Für einige davon war die Scuderia selbst verantwortlich. Kritische Kommentare von Fernando Alonso zu seinem Auto und die Diskussionen um den Rauswurf von Felipe Massa haben in den Medien für viel Wirbel gesorgt.

In Singapur versuchte die Scuderia deshalb etwas Neues. Normalerweise dürfen die Beteiligten einzeln zur Presse sprechen. Am Donnerstag (19.9.2013) stellten sich Alonso, Massa und Teamchef Domenicali gemeinsam der Presse. Die meisten Fragen kamen dabei allerdings zu einem Mann, der gar nicht anwesend war: Kimi Räikkönen. Der Finne wird 2014 nach Maranello zurückkehren. Alonso hätte bekanntlich lieber mit Massa weitergemacht.
 
In Singapur bestritt der Spanier allerdings, dass er Räikkönen als neuen Teamkollegen abgelehnt habe. "Als das Team die Entscheidung getroffen hat, ohne Felipe weiterzumachen, wurde ich nach meiner Meinung gefragt. Ich habe ihnen gesagt, dass Kimi der beste Fahrer auf dem Markt ist. Vor allem wegen den technischen Änderungen nächstes Jahr. Wenn man im Februar und März das Auto entwickeln muss, dann ist es wichtig einen Fahrer zu haben, der viele Jahre Erfahrung in der Formel 1 hat."

Ferrari rechnet nicht mit kein Streit zwischen Räikkönen und Alonso

Viele Fans freuen sich schon auf das heiße Duell Kimi gegen Alonso. Einige Experten befürchten aber auch, dass es teamintern zu Problemen kommen könnte. "Vielleicht haben die nur Angst, weil wir so stark sind", lächelte Domenicali diese Sorgen weg. "Das ist doch alles Teil des Psycho-Spiels. Jeder darf sagen, was er will. Ich höre aber nicht darauf. Ich werde meinen Stil nicht ändern. Bei uns wird auch weiter so gearbeitet wie bisher."
 
Auch Alonso sieht keine große Gefahr, dass es nächstes Jahr Streit geben könnte. "Viele Leute schreiben jetzt das gleiche, wie bei meiner Ankunft bei Ferrari. Damals wurde gesagt, dass ich nicht mit Felipe zurechtkommen werde, weil er vorher schon viele Jahre bei Ferrari war. Und jetzt sind wir gute Freunde."
 
Auch dass mit Räikkönen ein zweiter Weltmeister ins Team kommt, interessiert Alonso nicht. "Das ändert doch nichts. Ich sehe Felipe auch als einen Champion. Er war Meister, als er 2008 die Ziellinie überfahren hat. Er ist also auch nicht gerade ein Rookie-Fahrer." Auch an der Motivation werde sich laut Alonso nichts ändern. "Ich gebe immer mein Bestes. Niemand kann mich noch mehr antreiben."

Massa spricht von "unterschiedlichen Charakteren"

Massa hatte kurz nach seinem Rauswurf im brasilianischen Fernsehen angemerkt, dass es mit Kimi 2014 Ärger geben könnte. Im Beisein seines Teamchefs gab er sich in Singapur etwas zahmer: "Fernando und Kimi sind gute Fahrer, die ich beide gut kenne. Sie werden ein starkes Team bilden. Von ihrem Charakter sind sie allerdings sehr verschieden. Ich hoffe, dass es gut funktioniert."
 
Teamchef Domenicali bestreitet, dass mit der Verpflichtung Räikkönens ein Umdenken in Sachen Philosophie gegeben habe. Man sei bei Ferrari nicht absichtlich mit einem starken Piloten und einem Wasserträger gefahren. "Jeder Fahrer muss sich hier dem Team unterordnen. Daran wird sich auch nichts ändern."
 
Auch Alonso bestreitet, dass es jemals eine feste Nummer 1 gab. "Jeder startet die Saison mit den gleichen Chancen. Manchmal hat einer von beiden Fahrern am Ende des Jahres noch Chancen auf den Titel. Das hat oft auch mit Glück zu tun. Bei Ferrari versucht man sich dann gegenseitig zu helfen, um die Chancen zu erhöhen. Das mag bei anderen nicht so sein. Das hat aber nichts damit zu tun, dass es eine feste Nummer 1 und eine Nummer 2 gibt."

Massa auf der Suche nach neuem Team

Und was wird jetzt aus Massa? Zuletzt gab es Gerüchte, er könne vielleicht bei Lotus oder McLaren unterkommen. Doch nach Informationen von auto motor und sport stehen dort jeweils andere weiter vorne in der Schlange. "Wir sind in Gesprächen. Ich hoffe, dass ich eine gute Lösung für mich finde", gibt sich Massa vorsichtig.
 
Wenn der Brasilianer weitermacht, dann laut eigener Aussage nur bei einem Top-Team: "Ich will immer noch viel erreichen und suche deshalb ein gutes Auto. Ich will nicht einfach nur mitfahren. Ich will um Siege und Meisterschaften kämpfen. Wir versuchen alles, so etwas zu finden. Ich weiß, dass ich einem Team noch viel geben kann."

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