Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Ferrari mit Taktik-Patzer

Kimi ohne Chance aufs Podium

Kimi Räikkönen - GP Singapur 2016 Foto: xpb 66 Bilder

Ferrari zeigte im Rennen von Singapur eine gute Pace, die Kimi Räikkönen fast auf das Podium gebracht hätte. Doch ein Strategie-Fehler sorgte dafür, dass der Finne Platz 3 ohne Kampf abgeben musste.

18.09.2016 Tobias Grüner 2 Kommentare

Bei Ferrari wusste man nach dem Rennen nicht, ob man sich freuen oder ärgern sollte. Immerhin hatte Kimi Räikkönen ein gutes Rennen gezeigt und Lewis Hamilton zwischenzeitlich bereits niedergerungen. Sebastian Vettel war ebenfalls mit einer ordentlichen Pace unterwegs und schaffte vom letzten Startplatz eine tolle Aufholjagd bis auf Platz 5.

Mercedes trickst Ferrari aus

Doch einige Dinge trübten die Bilanz der Scuderia. WM-Rivale Red Bull baute seinen Vorsprung im Kampf um Rang 2 der Konstrukteurswertung auf 15 Punkte aus. Und Ferrari hätte mit einer etwas besseren Strategie bis zum Ende des Rennens ums Podium kämpfen können. Doch als Lewis Hamilton 17 Runden vor dem Ende überraschend an die Box kam, brach kurzzeitig Panik am Ferrari-Kommandostand aus.

Räikkönen wurde aufgefordert Gas zu geben. Man versuchte die Attacke von Mercedes zu kontern. Doch das Verteidigungsmanöver hatte von Anfang an keine Chance auf Erfolg. Nach dem Boxenstopp kehrte Räikkönen direkt hinter seinem Rivalen auf die Strecke zurück. Das Podium war damit futsch.

Ferrari verteidigt Taktik-Entscheidung

Nach dem Rennen wollte man im roten Lager keinen Fehler eingestehen. Offenbar war die Angst, den Zeitpunkt zum Boxenstopp zu verpassen, größer als in den letzten Runden noch von Hamilton eingeholt zu werden. „Der Reifenverschleiß war hier sehr hoch. Ich denke, es war die richtige Entscheidung. Wir müssen jetzt aber noch einmal überprüfen, ob unsere Daten stimmen“, verteidigte Teamchef Maurizio Arrivabene seine Ingenieure.

Auch Räikkönen selbst wollte nicht den schwarzen Peter an die Taktiker weiterreichen. „Wir müssen natürlich noch einmal analysieren und schauen, was wir hätten besser machen können. Ich habe den Platz verloren, aber ich denke, da konnten wir nicht viel dagegen machen.“

Ob der Iceman auf dem Podium gestanden hätte, wenn er draußen geblieben wäre, lässt sich natürlich jetzt nicht mehr sagen. Doch das Beispiel Nico Rosberg hat gezeigt, dass der direkte Kampf auf der Strecke nicht aussichtslos gewesen wäre. „Meine Reifen hätten sicher bis zum Ende durchgehalten“, gab Räikkönen immerhin zu. Der Finne ist für seine schonende Fahrweise bekannt.

Fans wurden um Duell mit Hamilton beraubt

Bei Ferrari muss man offenbar an den Taktik-Programmen arbeiten. Mercedes wusste anhand der ersten Zwischenzeiten rechtzeitig, dass Daniel Ricciardo einen Rückstand von 3,1 Sekunden auf seiner Runde aus den Boxen gutmachen wird. Man ließ Rosberg deshalb draußen. Er hätte den Sieg sonst aus der Hand gegeben.

Räikkönen hatte nur 2,1 Sekunden Vorsprung, bevor sein Rivale zur Box abbog. Es war also noch unwahrscheinlicher, dass er seine Position verteidigen kann. Trotzdem wurde er zum Reifenservice gerufen und musste die Position damit kampflos aufgeben. So wurden die Fans um ein spannendes Duell gegen Hamilton in den Schlussrunden beraubt.

Neuester Kommentar

Tablette, völlig richtig. Aber mal im Ernst: Wann ist die Ferrari-Taktik denn mal NICHT ein grober Patzer? :-(

Ollie Mengedoht 19. September 2016, 19:31 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden