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Ferrari-Teamchef Arrivabene zieht Bilanz

"Kimi und Seb zwei unterschiedliche Typen"

Maurizio Arrivabene - Ferrari - Formel 1-Test - Barcelona - 1. März 2015 Foto: ams 23 Bilder

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hakt die Wintertests als Erfolg ab. Das Team liegt voll im Plan. Auch wenn Mercedes klar in Führung liegt. Auch mit seinen beiden Fahrern ist Ferraris Capo zufrieden. Er entdeckt zwei völlig unterschiedliche Typen.

01.03.2015 Michael Schmidt

Maurizio Arrivabene ist die personifizierte Lockerheit. Kurz vor seiner zweiten Pressekonferenz steckt er sich noch eine Marlboro an. Dann plaudert er munter darauf los. Das Testprogramm? "Wir sind mit allem im Plan. Alle Ziele wurden erfüllt." Die Mercedes-Dominanz? "Haben wir so erwartet." Das Mindestziel von zwei Siegen? "Ein ambitioniertes Ziel. Wir müssen zuschlagen, wenn Mercedes in Schwierigkeiten gerät." Der Motor? "Wir haben uns in dem Bereich verbessert."

Präsident Sergio Marchionne hatte kürzlich gesagt, dass er ab dem GP Spanien von Ferrari einen großen Sprung erwartet. Arrivabenes Antwort: "Wir werden kontinuierlich Sprünge machen. Aber wenn Sergio das sagt, dann ist das ein Befehl für uns."

Vettel wie Schumacher

Arrivabene weiß als ehemaliger Marketing-Chef von Philip Morris, wie man sich und ein Produkt verkauft. Deshalb spricht er lieber über die Fahrer als über die Technik. Sein Credo: "Wir müssen wieder etwas Menschlichkeit in den Zirkus zurückbringen." Mit Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen hat er extreme Gegensätze im Team: "Das sind zwei total unterschiedliche Typen. Der eine spricht kaum, der andere viel."

Räikkönen gibt seinem Boss immer noch Rätsel auf: "Manchmal unterhältst du dich mit ihm, egal über welches Thema, und plötzlich dreht er sich um und schweigt. Irgendwann später kommt er wieder und will mit dir reden. Da rechnest du schon gar nicht mehr mit ihm."

Die Konversation mit Vettel läuft zweisprachig ab. "Ich frage in Englisch, er antwortet auf Italienisch. Seb ist ein echter Ferrari-Fan und jetzt schon ein 120-prozentiges Mitglied der Familie. In den neuen 488 GTB ist er ganz verliebt. Er hat mir gesagt: Zum Glück kann ich mir dieses Auto heute leisten."

In Vettels Arbeitsweise erkennt Arrivabene den jungen Michael Schumacher. "Wie er arbeitet, wie er jedes Detail wissen will, wie diszipliniert er ist. Ich verstehe jetzt, warum er vier Mal Weltmeister war."

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