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Ferrari Technik-Entwicklung 2014

F14T-Heck wird zur Dauerbaustelle

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - Jerez - Test - 30. Januar 2014 Foto: Baldauf / SB-Medien 40 Bilder

Ferrari fuhr dem WM-Titel 2014 noch weiter hinterher als in den Jahren zuvor. Dass die Ingenieure nicht alles versucht hätten, kann man ihnen nicht vorwerfen. Der F14T wurde vor allem in der ersten Saisonhälfte mehrfach umgebaut. Darunter waren auch einige kreative Ideen, wie wir in unserem Technik-Rückblick zeigen.

30.11.2014 Tobias Grüner

Ferrari plante für 2014 den großen Angriff auf Red Bull. Die Aerodynamik wurde beschnitten. Angeblasene Diffusoren gehörten der Vergangenheit an. Und mit James Allison bekam die Technik-Mannschaft prominente Verstärkung. Doch schon bei den Testfahrten vor der Saison mussten sich die Ingenieure vom Titeltraum verabschieden. Schuld war ausnahmsweise nicht die Aerodynamik, sondern der Motor.

Das neue V6 Turbo-Triebwerk hatte im Vergleich zur Konkurrenz zu wenig Power, es verbrauchte zu viel Sprit und es kam mit so viel Übergewicht, dass die Ingenieure kein Ballast mehr zum Ausbalancieren mehr einbauen konnten. Ganz aus der Verantwortung konnten sich die Chassis-Ingenieure allerdings nicht ziehen. Aus aerodynamischen Gründen forderten sie, dass Turbo und MGU-H möglichst klein dimensioniert sind, was sich als Fehler herausstellte.

Heißer Ferrari-Motor sorgt für viele Heck-Updates

Ein weiteres Problem der Antriebseinheit lag in der großen Hitzeentwicklung. Zu Gunsten eines geringen Luftwiderstands bauten die Ingenieure kleine Hightech-Kühler ein, was die Seitenkästen sichtbar schlanker machte. Dafür bezahlten die Italiener hinten im Heck, wo große Öffnungen für den notwendigen Luftaustausch aber auch aerodynamische Ineffizienz sorgten.

So wurde die Motorhaube zu einer der größten Baustelle des Jahres. Immer wieder wurden neue, schlankere Verkleidungen ausprobiert, die dann aber genauso oft wegen drohender Überhitzungserscheinungen wieder abgebaut werden mussten. Erst kurz vor der Sommerpause bekamen die Techniker das Problem in den Griff. Dank Leichtbauteilen war auch das Gewichtsproblem irgendwann kein Thema mehr. Nur die Defizite in Sachen Leistung und Spritverbrauch konnten wegen der Motor-Homologation nicht mehr aufgeholt werden.

Dafür probierten die Ingenieure in puncto Aerodynamik jede Menge aus. Vor allem der Heckflügel des F14T präsentierte sich immer wieder anders. Mal stand das Leitwerk auf 2 Stützen, mal auf einer. Dazu gab es verschiedene Monkey-Seat-Varianten. In den letzten Rennen wurden dann Experimente für 2015 mit neuen Endplatten durchgeführt.

Das interessanteste Ferrari-Feature war dieses Jahr die Luftstrom-Umlenkung durch die Vorderachse. Sie sollte für eine effizientere Anströmung des Hecks sorgen. So ganz funktionierte der Trick offenbar nicht. Oft sah man die Öffnungen an der Vorderachse verschlossen.

Kaum Weiterentwicklung am Frontflügel

Überraschend wenig Neues gab es in Sachen Frontlügel zu sehen. Der Flügel, der zum letzten Bahrain-Test vor der Saison eingeführt wurde, kam bis auf kleinere Endplatten-Retuschen fast unverändert auch beim Finale in Abu Dhabi zum Einsatz. Nur in Monza gab es einen speziellen Flügel ohne Kaskaden-Elemente für weniger Luftwiderstand.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen, wie sich der Ferrari F14T im Detail über die Saison verändert hat.

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