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Ferrari Technik-Trick

Haifischmaul in der Ferrari-Front

Ferrari F138 Jerez Test 2013 Foto: SB-Medien 17 Bilder

Fast unbemerkt hat Ferrari am letzten Testtag von Jerez ein ungewöhnliches Technik-Detail ausprobiert. Der F138 von Pedro de la Rosa war mit einem Haifischmaul unter der Front unterwegs. Wir zeigen Ihnen den neuen Trick im Detail.

14.02.2013 Tobias Grüner

Bei den Testfahrten vor der Saison stehen alle neuen Autos unter besonders intensiver Beobachtung. Mit der Lupe suchen Ingenieure und Fans auf den Bildern der Rennwagen nach interessanten Technik-Entwicklungen. Bei Ferrari sind sie nun fündig geworden - allerdings erst mit etwas Verspätung.

Ferrari zeigt neuen Aero-Trick

Am Freitag war die Rote Göttin von Pedro de la Rosa mit einer neuen Frontpartie ausgerüstet. Wenige Zentimeter vor der Vorderradaufhängung konnte man am F138 einen Schlitz unter der Nase erkennen. Wie ein Haifischmaul öffnete der Ferrari seine Karbonhaut um Luft einzusaugen. So etwas gibt es bei keinem anderen Auto zu sehen.
 
Leicht zu erkennen war die Veränderung nicht. Die neue schwarze Lackierung an der Unterseite des neuen Ferrari verschlingt Schatten und Konturen. Erst nach Aufhellen der entsprechender Bilder (siehe Fotogalerie) lässt sich das interessante Technik-Detail entdecken.

Wo kommt die Luft wieder raus?

So ist bislang auch noch nicht viel über den Sinn der relativ großen Öffnung bekannt. Die Ferrari-Ingenieure geben sich verständlicherweise bedeckt. Angeblich handele es sich nur um eine ähnliche Aerodynamik-Lösung wie bei Red Bull und Sauber. Bei den genannten Autos wird Luft an der Oberseite des Vorderbaus ausgeblasen, wodurch die Cockpit-Umströmung verbessert wird.

Allerdings ist auf den Bildern vom Freitag am Ferrari kein Schlitz zu erkennen, über den die Luft wieder nach außen gelangt. Steckt doch mehr hinter dem Lufteinlass? Schon im Vorjahr rätselten alle Experten über den Schlitz in der Stufe des Red Bulls. Nach Aussage von Adrian Newey hatte es sich dabei nur um eine Öffnung für Kühlluft gehandelt. Das ist auch bei Ferrari möglich.

Eine dritte Möglichkeit wäre ein Lufteinlass für ein passives DRS-System. Dabei wird geschwindigkeitsabhängig die Strömung am Heckflügel gestört um den Luftwiderstand in schnellen Passagen zu senken. Von dem obligatorischen Periskop unter dem Heckleitwerk, das man von anderen passiven Systemen kennt, war aber nichts zu sehen. Außerdem erscheint es auf den ersten Blick wenig sinnvoll, die Luft von weit vorne nach ganz hinten zu leiten.

Wenn der F138 beim nächsten Test am 19. Februar in Barcelona wieder auf die Strecke geht, werden die Experten sicher ein besonderes Auge auf das italienische Auto werfen.

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