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Ferrari-Technikchef James Allison

"So schwierig wie erwartet"

James Allison - Ferrari - Jerez - 2014 Foto: xpb 149 Bilder

Ferrari-Technikchef James Allison hakt die ersten zwei Testtage mit vorsichtigem Optimismus ab. Der Start sei so schwierig wie erwartet ausgefallen, aber nicht so pannenreich wie von vielen befürchtet: "Wenn wir nicht fahren, dann hat das weniger mit Defekten zu tun als damit, dass wir keine Fehler machen wollen."

29.01.2014 Michael Schmidt

Die Bilanz von Ferrari liest sich gut. Kimi Räikkönen beendete den ersten Testtag auf Platz eins, den zweiten auf Rang zwei. An den beiden ersten Testtagen hat Ferrari 79 Runden geschafft. Nur Mercedes war besser. Für Technikchef James Allison liegt Ferrari damit im Plan.

"Die Aufgabe ist so schwierig, wie wir sie erwartet haben. An den ersten beiden Tagen ging es nur um ein Ziel: Das Auto musste fahren, damit wir Erfahrungen und Daten sammeln und überprüfen können, ob die fundamentalen Dinge am Auto funktionieren. Zum Beispiel die Kühlung."

Kein Killer im Ferrari versteckt

Die Erkenntnis aus dem Probegalopp: "In unserem Auto ist kein Killer versteckt. Wenn wir im Vergleich zur V8-Ära weniger Runden drehen, dann nicht wegen irgendwelchen Defekten, sondern weil wir keine Fehler machen wollen." Alles ist so neu, dass die Ingenieure in jede Prozedur große Sicherheitsmargen eingebaut haben. Leuchtet irgendwo eine Warnlampe auf, wird sofort abgestellt. Mit etwas mehr Routine wäre man vielleicht weitergefahren.

Natürlich ist auch die Entennase des neuen Ferrari F14 T ein Thema. Vor allem, weil Allison von seiner Zeit bei Lotus eine gänzlich andere Interpretation von Nase kennengelernt hat. Eine mit zwei unterschiedlich langen Crashstrukturen rechts und links und einer kurzen und hohen Nase dazwischen.
 
"Das Reglement ließ in dem Punkt viel Freiraum. Deshalb hatte jedes Auto eine andere Idee mit der Nase", sagt Allison. "Es gibt viele Konzepte die funktionieren, und unseres ist eines davon. Wir konnten im Vergleich der Nasen untereinander keine großen Unterschiede erkennen."

Ferrari mit kompaktem Kühlpaket

Das besondere Merkmal des Ferrari sind die niedrigen und schlanken Seitenkästen. Die Ingenieure in Maranello haben mit der Integration der Antriebseinheit bereits lange vor der Ankunft von Allison bei Ferrari begonnen.
 
"Das Projekt begann bereits vor zwei Jahren. Wir haben ein kompaktes Kühlpaket und auf sehr wenig Platz viel mehr Komponenten als früher untergebracht." Allison erwartet, dass sich die Autos im Verlauf der Saison stark ändern werden. "Neue Regeln bedeuten neue Ideen. Die Lernkurve wird am Anfang sehr steil sein."

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